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Steuern erhöhen oder senken? Das sagen die regionalen Parteien dazu

Im Rahmen der Gemeindewahlen haben wir zehn Fragen vorbereitet, die die lokalen Parteien beantwortet haben. Die Fragen sind gegliedert in die Themen Umwelt, Wirtschaft, Soziales und Bildung.

von unsereRegion
am

Im Rahmen der Gemeindewahlen haben wir zehn Fragen vorbereitet, die die lokalen Parteien beantwortet haben. Die Fragen sind gegliedert in die Themen Umwelt, Wirtschaft, Soziales und Bildung.

Der neunte Teil behandelt folgende Frage zum Thema Wirtschaft:

  • Wie steht Ihre Partei zu den Steuern der Gemeinde Murten? Besteht Handlungsbedarf?

SVP See

«Es ist unser Bestreben, die schwere Steuerbelastung zu reduzieren, die auf natürlichen Personen lastet, mit dem Ziel, den schweizerischen Durchschnitt zu erreichen. Keine Erhöhungen, solange mögliche Einsparungen nicht ausgeschöpft sind. Keine Senkungen, bevor dringende Projekte oder Anschaffungen getätigt sind.»

Grüne See

«Aktuell sind die finanziellen Aussichten schwierig zu beurteilen. Gleich mehrere Faktoren erschweren die Planung: Wie wirkt sich die Covid-19-Pandemie auf die Steuereinnahmen der nächsten Jahre aus? Wie rasch erholt sich die Wirtschaft? Auch die Umstellung auf das neue Rechnungslegungsmodell HRM2 macht es anspruchsvoll, die Entwicklung der Gemeindefinanzen genau zu verfolgen. Insgesamt ist die Situation der Gemeinde Murten solide. Auch grössere Investitionen sind möglich. Aber es ist nötig, die Finanzen aufmerksam zu verfolgen.»

CVP Region Murten

«Die Gemeinde Murten verfügt nach Ansicht der CVP Region Murten über gesunde Finanzen und einen relativ tiefen Steuerfuss. Es ist das Resultat eines haushälterischen Umgangs mit den finanziellen Ressourcen und der guten Budgetdisziplin. Ein tieferer Steuerfuss ist vermutlich immer wünschenswert. Für die CVP Region Murten ist es von immanenter Bedeutung, dass die Ausgaben mit den Einnahmen gedeckt werden können und dass die Verschuldung nicht zunimmt, die vermutlich zu einer Steuererhöhung führen könnte.»

SP See

«Der Steuerfuss der Gemeinde Murten ist – schaut man die umliegenden Gemeinden an – konkurrenzfähig. Grosse Infrastrukturprojekte, die anstehen – etwa der Neubau des ehemaligen Feuerwehrlokals, die ARA Seeland Süd und anderes – können mit dem aktuellen Steuersatz bewältigt werden. Gleichzeitig ist festzustellen, dass die Zentrumslast steigt. Hier ist es wichtig, dass die umliegenden Gemeinden ihre Verantwortung auch weiterhin wahrnehmen.»

FDP Murten und Umgebung

«Trotz einigen grösseren Investitionen in den letzten Jahren ist die finanzielle Situation der Gemeinde Murten sehr stabil und gut. Die Pro-Kopf-Verschuldung ist im Quervergleich mit anderen Freiburger Gemeinden sowie auch absolut gesehen sehr komfortabel. Aus der Sicht der FDP gibt es weder Anlass zu Steuererhöhungen noch zu Steuerreduktionen. Hingegen unterstützt die Partei nach wie vor eine konsequente Erhebung von Gebühren nach dem Verursacherprinzip.»

glp See

«In Murten haben wir einen ausgewogenen Mix zwischen Steuern und Abgaben/Gebühren. Die gesunde finanzielle Situation sollte es nach der Fusion erlauben, die erste Steuersenkung nach über 10 Jahren ernsthaft zu prüfen. Ein entsprechender Antrag der Grünliberalen Partei in der zu Ende gehenden Legislatur wurde abgelehnt.»

Nächstes Wochenende erscheint der zehnte und letzte Teil der Artikelserie mit einer Frage zum Thema Bildung: Wie beurteilt Ihre Partei die Situation im Bereich der Bildung in Bezug auf die Zweisprachigkeit (zweisprachige Klassen, Schulprojekte, Sporttage usw.)? Welche Ideen verfolgt Ihre Partei, um die Zweisprachigkeit zu fördern?