Go back
logo

Diese Ideen haben die regionalen Parteien für den Lehrplan der Schulen

Im Rahmen der Gemeindewahlen haben wir zehn Fragen vorbereitet, die die lokalen Parteien beantwortet haben. Die Fragen sind gegliedert in die Themen Umwelt, Wirtschaft, Soziales und Bildung.

von unsereRegion
am

Im Rahmen der Gemeindewahlen haben wir zehn Fragen vorbereitet, die die lokalen Parteien beantwortet haben. Die Fragen sind gegliedert in die Themen Umwelt, Wirtschaft, Soziales und Bildung.

Der vierte Teil behandelt die folgende Frage zum Thema Bildung:

  • Vor einigen Jahren fand das Thema Wirtschaft Platz im Lehrplan der Orientierungsschule Region Murten. Gibt es andere Themen, die in den Lehrplan aufgenommen werden müssten?

FDP Murten und Umgebung

«Wir wünschen uns, dass Schüler*innen durch Berufsinformationen, guten Kontakten zur lokalen Wirtschaft und dem Vermitteln von Lehrstellen ideal ins Berufsleben begleitet werden. Zudem begrüssen wir es, wenn leistungsstarke Schüler*innen mindestens ebenso intensiv gefördert werden wie die leistungsschwächeren. Die FDP unterstützt sinnvolle Lösungen in Bezug auf die Nutzung der Schulhäuser in den Fusionsgemeinden im Sinne von Quartierschulen.»

CVP Region Murten

«In den letzten Jahren hat sich die Gesellschaft verändert, namentlich im Umgang mit den sozialen Medien und Finanzen. Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht über Cyber-Mobbing berichtet wird, und dass der Umgang mit Geld verloren geht (Stichwort Schuldenwirtschaft und Überschuldung von Jugendlichen). Die CVP Region Murten kann sich gut vorstellen, dass diese beiden Themen in der Schule einen hohen Stellenwert haben sollten, um namentlich Prävention zu betreiben.»

SP See

«Der Handlungsspielraum einzelner Schulen in Bezug auf die Bildungsthemen ist nicht sehr gross, seit für die französischsprachigen Klassen der obligatorischen Schule der PER, für die deutschsprachigen der Lehrplan 21 gilt. In diesen Lehrplänen gibt es aber wichtige neue Aspekte, die zwingend unterrichtet werden sollen: Die Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE. In der BNE werden den Schüler*innen Aspekte und Grundkenntnisse der Ökologie und der Ökonomie, der Menschenrechte, der weltweiten Gerechtigkeit, der globalen Vernetzung und der kulturellen Bedürfnisse der Menschen vermittelt. Wenn die Schule diesen Bildungsauftrag ernsthaft aufgreift und umsetzt, wird die nächste Generation fit sein, das Steuer in Politik und Gesellschaft zu übernehmen.»

glp See

«Die Gemeinden haben wenig Handlungsspielraum bei der Anpassung des gesamtschweizerischen Lehrplans. Aber die Gemeinden können über die Finanzierung und Durchführung von Spezialprojekten Schwerpunkte setzen. Dies ist sicher nötig bei der Suchtprävention und Themen der nachhaltigen Entwicklung. So können beispielsweise Besuche von Altersheimen, Pflegeheimen, Erziehungsinstitutionen, Behindertenwerkstätten etc. aufzeigen, welche Randgruppen (, die in der Schweiz kaum erkennbar sind) auch in unserer Gesellschaft vorhanden sind und wie diese leben.»

SVP See

«Themen wie Littering, Recycling, Umweltschutz, Gewässerschutz, Klimaschutz sind im Lehrplan, unter Bildung für nachhaltige Entwicklung, bereits enthalten. Sie müssten jedoch absolut neutral unterrichtet werden. Wir möchten auch, dass über Zukunfts-Technologien gesprochen wird, um solche Interessen zu wecken.»

Grüne See

«Die Grünen begrüssen, dass die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Lehrplan 21 einen wichtigen Stellenwert als Querschnittsthema hat. Die Gemeinde kann unterstützen, dass sich die Schüler*innen so mit zukunftsfähigen Entwicklungen auseinandersetzen. Gerade die BNE-Themen eignen sich für projektartiges Arbeiten. Dabei können die Kinder und Jugendlichen wichtige persönliche und soziale Kompetenzen erlernen. Etwa indem sie Verantwortung für sich und die Gestaltung der Gesellschaft übernehmen.»

Nächstes Wochenende erscheint der fünfte Teil der Artikelserie mit einer Frage zum Thema Umwelt: Es fliessen pro Jahr 18 Tonnen Phosphor in den Murtensee, von denen der Grossteil aus der Landwirtschaft stammt. Soll versucht werden, diese Zahl zu reduzieren? Wenn ja, mit welchen Massnahmen?