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Dreimal JA: Gempenach und Galmiz gehören bald zu Murten

von Joel Rathgeb
am
Die drei Gemeindepräsidenten Christian Brechbühl (Murten), Florian Thomi (Gempenach) und Thomas Wyssa (Galmiz) informieren über das Abstimmungsresultat der geplanten Fusion.

Um Punkt 16.00 Uhr startete Christian Brechbühl die Pressekonferenz. Das Thema war kein geringeres als die geplante Fusion von Gempenach und Galmiz mit Murten (unsereRegion berichtete: Geht das Wachstum der Gemeinde Murten weiter?). Der Stadtammann von Murten, der per 31. Oktober zurücktritt (unsereRegion berichtete: Christian Brechbühl tritt nach neun Jahren als Stadtammann zurück), redete keine Sekunde um den heissen Brei herum: Nach kurzer Einführung wurden die Resultate präsentiert.

In allen drei Gemeinden lag die durchschnittliche Stimmbeteiligung bei 60 Prozent. Diese hohe Zahl zeigt, dass das Thema für die Bevölkerung von grosser Wichtigkeit ist. Während im Gemeindegebiet Murten die Stimmbeteiligung bei 53.8 Prozent lag, kamen Gempenach und Galmiz auf rekordverdächtige 74,3 Prozent (Gempenach) und 68 Prozent (Galmiz). «Das ist eine ausserordentlich hohe Beteiligung», erwähnte auch Thomas Wyssa, der Gemeindepräsident von Galmiz.
 

Die Resultate der Abstimmung fielen jedoch nicht überall deutlich aus. Murten verzeichnete bei 3341 Stimmen 2977 JA-Stimmen bei lediglich 364 NEIN-Stimmen. Gempenach meldete bei 185 gültigen Stimmen 140 JA-Stimmen und 45 NEIN-Stimmen. In Galmiz wurde es wie erwartet knapp: Bei insgesamt 384 Stimmen haben sich 196 Bürger für ein JA entschieden. 188 stimmten NEIN.

«Die Mehrheit war immer da, mal stärker, mal weniger stark. Trotzdem wurde es nun doch ganz knapp», fasste Gemeindepräsident Thomas Wyssa zusammen. Sein Kollege aus Gempenach, Florian Thomi, hätte ein so deutliches Resultat in seiner Gemeinde nicht erwartet. Er freue sich jedoch darüber.

Damit wird die Fusion der zwei Gemeinden mit Murten angenommen. «Ich bin persönlich sehr glücklich über das Resultat, denn ich glaube an die Region. Diese Fusion verstärkt unsere Region», freute sich Brechbühl am Ende der Pressekonferenz. «Ich bin auch froh, hat sich Galmiz so intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Es gab Gegner, Befürworter, Diskussionen. Genau das braucht es bei einer Abstimmung. Bei Gempenach war ich von Anfang an sehr zuversichtlich.»

Die Fusion ist nun auf Anfang 2022 geplant. Brechbühl sieht der Zukunft positiv entgegen: «Ich bin überzeugt, dass alle beteiligten Gemeinden in fünf Jahren sagen werden: Das war der richtige Entscheid.»

(Quelle: Abstimmungsbotschaft der Gemeinderäte von Galmiz, Gempenach und Murten über die Fusion der Gemeinden)