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Kaderprüfung 2019 - Eisige Temperaturen und Regen fordern die Anwärter

Das vergangene Wochenende war ein besonderes für einige Schüler der OS Region Murten: Die Kaderprüfung stand auf dem Programm. Für die 23 Teilnehmer ging es darum, einen möglichst hohen Rang für die Solennität zu erkämpfen. Wir waren für Sie vor Ort und erzählen, wie die Prüfung abgelaufen ist.

von Joel Rathgeb
am

Das vergangene Wochenende war ein besonderes für einige Schüler der OS Region Murten: Die Kaderprüfung stand auf dem Programm. Für die 23 Teilnehmer ging es darum, einen möglichst hohen Rang für die Solennität zu erkämpfen. Wir waren für Sie vor Ort und erzählen, wie die Prüfung abgelaufen ist.

Angefangen hat die Kaderprüfung am Freitagabend mit einem Postenlauf im Stedtli und in der Orientierungschule Murten, nachdem jede Packung von den Leitern genau überprüft wurde. «Wir durften nur mitnehmen, was auf der Liste stand», so Simon Aegerter, einer der Anwärter. «Es ist ja nur fair, wenn alle die gleichen Voraussetzungen haben.» Anschliessend ging es ins Hallenbad, wo der 50m-Wettkampf im Schwimmen anstand. Weiter ging es mit einem Marsch durchs Chablais, bis an den Fuss des Vullys. Dazu mussten immer sechs Schüler zusammen eine Sanitäts-Barre tragen. «Natürlich kann man diese auch nutzen, um ein Gepäckstück drauf zu legen, falls jemandem die Kraft zum Tragen fehlt», erklärt Ciril Stettler, neuer Korpsleiter der Kadetten Murten. Weiter ging es mit einem Eilmarsch auf Vully. «Das war bis jetzt das Schwierigste, denn wir hatten nichts, um uns zu orientieren», erzählte Andri Baumgartner am Samstagmittag gegenüber unsereRegion. Oben angekommen wurden schnell die Zelte aufgestellt, damit sich die müden Anwärter endlich eine Mütze Schlaf gönnen konnten. Am Samstagmorgen ging es schnell: Zelt zusammenpacken und los. Ohne Frühstück marschierten die Schüler den Vully runter bis zum Hafen in Praz. Dort wartete ein kleines Boot. Damit wurden die sechs Mädchen und 17 Jungs auf eine Rundfahrt geschickt. Auf der Fahrt wartete eine kognitive Aufgabe auf die Teilnehmer. Sie mussten sich möglichst viele Ereignisse der Schweizer Geschichte merken, die am Sonntagmorgen in einem Test abgefragt wurden.

Alle Eindrücke in der Bildstrecke

Wieder in Praz angekommen, gab es endlich Frühstück. Frisch gestärkt ging es dann zu Fuss weiter Richtung Salavaux. Auf den Märschen gab es immer wieder Aufgaben. «Diese fliessen auch in die Bewertung mit ein», erklärt Ciril Stettler. Nach einer Stärkung in Salavaux marschierte der Konvoi weiter nach Avenches, wo ein Postenlauf in den Ruinen anstand. Die Nacht auf den Sonntag verbrachten die Schüler dann in Villarepos. Wegen der kalten Temperaturen konnten die Teilnehmer in der Waldhütte, die ursprünglich für die Helferinnen und Helfer vorgesehen war, übernachten. «Der Schnee und die tiefen Temperaturen machten eine Übernachtung im Zelt unmöglich», so Stettler. Schon um 5 Uhr morgens war Tagwache, danach ging es im Ruderboot weiter bis zur Pantschau in Murten. Die letzte Aufgabe war nun, auf das Bodemünzi zu marschieren. Stettler: «Es ist jedes Jahr ein Anliegen, die Kaderprüfung an einem speziellen Ort zu beenden.» Danach durften die Teilnehmer erschöpft, aber stolz nach Hause gehen. Denn schon am Montag ging es mit Unterricht nach Plan weiter.

Die Brevetierung findet am Montag, 20. Mai statt. Wer gewonnen hat, erfahren Sie kurz danach auf unsereRegion.ch.