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Erfahrungsbericht der Jugendbegegnung in Schweden

von Jugendhaus Roxx
am

Ungefähr zwei Jahre lang wurde geplant (unsereRegion berichtete: Murtner Jugendliche planen Jugendbegegnung mit Schweden). Nun sind die acht Jugendlichen mit Unterstützung von Andrea Rüegg von der offenen Kinder- und Jugendarbeit Region Murten vom 12. bis 23. August nach Schweden gereist, um eine Gruppe Jugendlicher zu treffen. Das Ziel war, sich mit Themen des Weltgeschehens, kulturellen Unterschieden sowie mit Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Camille Hess erzählt von der Reise nach Åmål und den zehn Tagen Aufenthalt in Schweden.

Erlebnisbericht zur Hinreise Murten – Åmål

Nach dem aufwändigen Vorbereiten unseres zukünftigen Essens, machten wir uns um 18:47 Uhr mit extrem viel Gepäck auf den Weg nach Åmål. Die Aufregung und Vorfreude war meinerseits sehr gross und ich freute mich, zu sehen, wie das Resultat unserer langen Vorbereitung werden wird. Mit dem Ausfüllen des Interrails hatten bereits einige ihre Mühe, was sich aber im Verlauf der Reise legte. In Basel angekommen, kauften wir uns noch einige Kilogramm Käsereserve ein, um das Schweizeressen Rösti mit feinem Schweizerkäse zu kochen.

Unser vieles Gepäck stellte sich im Nachtzug von Basel nach Hamburg als relativ grosses Problem dar. Das 6er-Abteil für sechs Personen und Gepäck, entsprechend für zehn Personen, hatte nicht besonders viel Platz. Trotz des Platzmangels konnte ich mich etwas erholen und war wieder fit genug, um das Gepäck oben auf den Gepäckablagen zu verstauen. In Hamburg angekommen, gesellten sich noch die letzten drei Teilnehmer unserer Gruppe dazu und wir machten uns alle zusammen auf den noch weiten Weg nach Åmål.

Nach langen 26 Stunden Reise trafen wir endlich um 21 Uhr in Åmål ein, wo wir am Bahnhof bereits erwartet wurden. Auspacken, duschen und Bett fertig machen waren vorerst nebensächlich, denn die wunderschöne Sicht auf den See fesselte uns so sehr, dass wir alle zuerst mal einen Abendschwumm machten und den schönen Sonnenuntergang genossen.

Die zehn Tage, die so schnell vorbei waren

Jetzt auf dem Weg von Åmål - beziehungsweise Göteborg - zurück nach Murten, ist es an der Zeit, den ganzen Austausch etwas Revue passieren zu lassen. Das Programm unseres Austausches bestand aus mehreren Workshops über Nachhaltigkeit, interkulturelle Sensibilisierung, Ressourcen und im Allgemeinen über Unterschiede oder Gemeinsamkeiten der Länder Schweiz und Schweden. Ein Besuch beim schwedischen Unternehmen ‘Azelio’, welches eine neue Technologie entwickelt, um Solarenergie zu speichern, war Teil unserer Auseinandersetzung mit dem Thema erneuerbarer Energie.
Die Führung durch die Recycling-Anlage Åmål verdeutlichte uns die unterschiedliche Art, Abfall zu recyceln und erlaubte uns im Verlauf des Austausches, zu verstehen, wie der Abfall getrennt wird.
Am meisten diskutiert wurde beim Vergleich der verschiedenen Schulsysteme. Das Prinzip, in der Schule alles gratis zu bekommen, hat uns Schweizer Teilnehmerinnen und Teilnehmer stark imponiert. Also, dass der Staat für Schulgeld, Bücher sowie auch das Mittagessen in der Schule aufkommt und das bis zur Matura.

Um uns jedoch auch auf etwas “entspanntere“ Weise auszutauschen, machten wir einmal eine Tour auf dem Pizzaboot. Auf halber Strecke konnten wir das Boot verlassen und eine wunderschöne Insel besuchen. Eine Insel mit einem Wald voller Blaubeeren und etwa zwei typischen roten Holzhäusern, was vollkommen meiner Vorstellung Schwedens entspricht.
Eines meiner Highlights fand gegen Ende des Austausches statt: Die Wanderung auf den höchsten Punkt des Dalslands erlaubte uns eine unglaublich schöne Aussicht über Schwedens Landschaft. Die Wanderung führte uns durch verschiedene Wälder und endete an einem kleinen See in der puren Natur. Am Abend wurde auf dem Feuer ein Risotto gekocht und die Schoggibananen durften natürlich nicht fehlen. Alles in allem ein sehr schöner Abschluss, um diesen Austausch in Schweden zu beenden.

Den letzten Tag verbrachten wir etwas touristischer in Göteborg, wo wir am Vormittag die Ausstellung “Human Nature“ zu den Themen Nachhaltigkeit, Konsum und Ressourcen im Museum für Weltkultur besuchen. Nach einem gemeinsamen Lunch genossen wir den freien Nachmittag in der Stadt, wo wir in aller Ruhe Souvenirs kaufen oder an der grossen Anzahl verschiedener Süssigkeiten verzweifeln konnten.
 
Camille Hess
 
 
(eingesandt)