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Afrikanische Läufer*innen dominierten den 87. Murtenlauf unter speziellen Bedingungen

von Guido Kaufmann
am

Die total 4200 Läufer*innen und Walker*innen der 87. Ausgabe des Murtenlaufes fanden heute Morgen ideale Bedingungen vor: Leicht bewölkt, trocken und 15 Grad. Nach der Covid-bedingten Absage im vergangenen Jahr war die Freude bei den Teilnehmenden und dem OK gross, dass der beliebte, historische Volkslauf über 17.17 km von Murten nach Fribourg wieder durchgeführt werden konnte.

Gewonnen wurde das Rennen vom erst 18-jährigen Kenianer Cornelius Kangogo vor dem für den LC Uster laufenden Schweizer Marathonläufer und letztmaligen Gewinner Tadesse Abraham. Im Aufstieg von La Sonnaz distanzierte Kangogo seinen direten Kontrahenten um fünf Sekunden und brachte diesen Vorsprung sicher ins Ziel in Fribourg.

Beim Aufstieg nach Courgevaux liefen Kangogo und Abraham noch gleichauf.

Auch bei den Frauen musste sich die Schweizerin Maude Mathys von der Äthiopischen Läuferin Genet Habela Abdurkadir geschlagen geben. Auch hier fiel die Entscheidung kurz vor der Stadtgrenze beim Aufstieg nach Granges-Paccot.

Covid und die damit verbundenen Schutzmassnahmen prägten die Durchführung der diesjährige Ausgabe unübersehbar. Dass ein Covid-Zertifikat eine Bedingung zur Teilnahme eines solchen Grossanlasses bildet, bringt die Situation aktuell halt mit sich. Für das Organisationskomitee bedeutete dies jedoch, den Start- und auch Zielbereich mit Eisenzäunen hermetisch abzuriegeln und nur geprüfte Läufer*innen einzulassen.

Die Startfelder wurden zudem über anderthalb Stunden verteilt, statt wie üblich im Dreiminutentakt innerhalb von 30 Minuten durchzuziehen. Und als weitere Ausnahme eröffnete das Elitefeld nicht wie üblicherweise das Rennen, gefolgt von den weniger ambitionierten Teilnehmenden, sondern wurde mitten in die übrigen Lauffelder eingefügt.

Deutlich weniger Zuschauer säumten die Rennstrecke.

Dies machte es für die Zuschauer entlang der Laufstrecke deutlich weniger attraktiv, was am geringeren Aufmarsch zu erkennen war. Dass die Teilnehmerzahl mit 4200 (über alle Kategorien) fast nur halb so gross war wie sonst, führte das OK jedoch nicht direkt nur auf COVID zurück, sondern auch auf die Dichte an Laufveranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte 2021. Da seit dem Sommer nach einjährigem Unterbruch wieder Anlässe möglich waren, wurden verschiedene Frühlingsläufe, wie auch der Kerzerslauf, in den Herbst verlegt. Und die Jüngsten, die Teilnehmenden des jeweils am Samstag ausgetragenen Mini-Murtenlaufes, konnten heuer erst gar nicht antreten.

Rund 3000 Männer und Frauen rannten über die Gesamtdistanz.

So waren es schlussendlich knapp 3000 Läufer*innen über die Gesamtdistanz und 500 über die Kurzdistanz von Courtepin nach Fribourg. Bei den Walker*innen starteten deren 700 über die beiden Distanzen.

Die 17.17 km von Murten nach Fribourg haben es in sich!

Das alles tat der grandiosen Stimmung des Murtenlaufes jedoch keinen Abbruch. Die Freude, die anspruchsvolle, wunderschöne Strecke von Murten nach Fribourg wieder unter die Füsse zu nehmen, überwog.