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Vollautomatische Rinderfütterung in einem Stall im Greng

Urs Dummermuth aus dem Greng hat seine Milchproduktion vollkommen automatisiert. Wie geht denn sowas? Richtig: Mit einem Fütterungsroboter und einem Melkroboter. Unser Regionaut besuchte den Landwirt und war erstaunt, was heutzutage alles möglich ist.

von Joel Rathgeb
am
Urs Dummermuth steht vor seinem Fütterungsroboter, der ihm pro Tag mehr als zwei Stunden Arbeit erspart.

Urs Dummermuth aus dem Greng hat seine Milchproduktion vollkommen automatisiert. Wie geht denn sowas? Richtig: Mit einem Fütterungsroboter und einem Melkroboter. Unser Regionaut besuchte den Landwirt und war erstaunt, was heutzutage alles möglich ist.

Mit einem Surren fährt das Gerät, das wie ein übergrosser Staubsaugroboter aussieht, am Rand des Stalls auf und ab. Kein einziges Kilo Futter hat er jedoch bis jetzt auf seiner Tour verteilt. Ist das Ding kaputt? Mitnichten! Wenn die Kühe nichts fressen, gibt er nicht einfach mehr und mehr Futter ab. Er misst per Laser genau, wie hoch der Bestand ist und gibt nur mehr dazu, wenn der Sollwert unterschritten wird. Wenn er etwas verteilt, dann immer genau in einem festgelegten Abstand zum Stall, so dass die Kühe das Futter optimal erreichen können. Dies schafft er mithilfe von Ultraschallsensoren. Wenn der Futtertank leer ist, mischt er sich ganz selbständig neues Futter in der Futterküche mithilfe eines automatisierten Krans. «Der Kran nimmt die Futterbestandteile immer vom höchsten Punkt des Haufens. Dies schafft er durch spezialisierte Kameras», erklärt Urs Dummermuth.

Immense Zeitersparnis

Die Automatisierung der Fütterung und Melkung spart enorm Zeit. «Während die konventionelle Fütterung für meine 120 Kühe etwa 2.5 Stunden in Anspruch nehmen würde, brauche ich so lediglich 15 Minuten pro Tag», so der Landwirt. Der Melkroboter spare ihm nochmal vier Stunden pro Tag. Die freie Zeit kann er für andere Arbeiten einsetzen, wie zum Beispiel das Optimieren des Stalls. Dummermuth erklärt: «Wichtig für die Milchproduktion ist, dass die Kühe immer Zugang zu Nahrung, Liegeflächen und sozialen Kontakten haben.» Deshalb hat er seinen Stall so gestaltet, dass die Kühe viel Entscheidungsspielraum und auch Platz haben. Sie haben die Wahl, ob Sie sich hinlegen, eine kalte Dusche oder den kühlen Wind des Ventilators geniessen wollen. Zudem können sie sich dank des Melkroboters jederzeit selbst melken gehen. «Zutritt zur Weide haben die Kühe jedoch erst, sobald sie beim Melken waren.» Auch dies wird automatisch gehandhabt.

Fairness unter den Tieren

Da der Fütterungsroboter immer in Betrieb ist, haben die Kühe jederzeit frisches Futter. «Das hat den Vorteil, dass auch die schwächeren Tiere genug Nahrung bekommen. Bei der konventionellen Fütterung ist dies oft nicht der Fall, da sich die Stärkeren einfach vordrängeln», so der 48-Jährige. Erhältlich ist der Fütterungsroboter seit zehn Jahren, Urs Dummermuth hat die Anschaffung vor fünf Jahren gemacht.

Mehr zur automatisierten Melkung im Stall von Urs Dummermuth erfahren Sie im nächsten Artikel, der am 20. Juli auf unsereRegion erscheint.