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Zwei Freiburger Künstler starten im 2025 durch - mit Hilfe des Staates Freiburg

Der Staat Freiburg vergibt zwei Mobilitätsstipendien für das künstlerische Schaffen im 2025. Diese gehen an den Musiker Pablo Rime und die multidisziplinäre Künstlerin Vanessa Cojocaru.

von Kanton Freiburg
am
Der Freiburger Pablo Rime - einer der Gewinner des Stipendiums - wird für sechs Monate nach Chicago gehen.

Der Staat Freiburg vergibt zwei Mobilitätsstipendien für das künstlerische Schaffen im 2025. Diese gehen an den Musiker Pablo Rime und die multidisziplinäre Künstlerin Vanessa Cojocaru.

Auf Vorschlag einer Expertenjury hat die Direktion für Bildung und kulturelle Angelegenheiten (BKAD) in diesem Jahr beschlossen, ausnahmsweise zwei Mobilitätsstipendien für das künstlerische Schaffen zu vergeben. Die beiden Stipendien belaufen sich zusammen auf 36'000 Franken und gehen an den Freiburger Rapper Pablo Rime und die Künstlerin Vanessa Cojocary - ebenfalls aus Freiburg. 

Das Mobilitätsstipendium für das künstlerische Schaffen hat zum Ziel, professionellen Kunstschaffenden aus Freiburg die Realisation eines Schaffensprojekts zu ermöglichen, das einen drei- bis sechsmonatigen Aufenthalt ausserhalb ihrer Sprachregion oder im Ausland erfordert. Das Stipendium wird seit dem Jahr 2014 vergeben. Das nächste Stipendium wird im August 2025 ausgeschrieben.

Pablo Rime will in Chicago seine Karriere auf das nächste Level bringen.

Pablo Rime und der Traum von Chicago
Mit dem Mobilitätsstipendium wird der Rapper Pablo Rime (Pablo) einen sechsmonatigen Aufenthalt in Chicago absolvieren und dort an einem Album arbeiten. Das Projekt wird ein Meilenstein in seinem künstlerischen Werdegang sein, und Pablo wird in seinen Texten mit den Themen Solidarität und Resilienz befassen, um seine Leidenschaft für die Musik mit tiefen und universellen Themen in Einklang zu bringen. Er möchte musikalischen Horizont erweitern und sich dabei von den akustischen Einflüssen der Chicagoer Musikszene inspirieren lassen und mit professionellen Musikern vor Ort zusammenarbeiten.

La Gustav als Karriere-Booster
Der 1997 geborene Pablo Rime begann als Teenager mit dem Rappen. Er durchlief unter anderem die Gustav Academy und verschiedene Bandprojekte, bevor er sich als Solokünstler versuchte. Er hat mehrere EPs und LPs veröffentlicht und rund 100 Konzerte in der Schweiz gegeben, seine Songs wurden online über eine Million Mal angehört. Beim CokeSTUDIO Soundcheck 2022 belegte er den zweiten Platz und war zudem Schirmherr des Freiburger Musikfests für dessen Ausgabe 2023.

Vanessa Cojocaru wird in Rumänien ihre Familiengeschichte aufarbeiten.

Vanessa Cojocaru - zurück zu den Wurzeln
Die multidisziplinäre Künstlerin Vanessa Cojocaru wird ihrerseits für sechs Monate in ihr Herkunftsland Rumänien reisen. Anhand der lange verschwiegenen Geschichte ihrer Grosstante, die in den 1950er Jahren in kommunistischen Gefängnissen eingesperrt war, möchte sie die Beziehung zwischen kollektiver und individueller Erinnerung erforschen. Ihr Projekt zielt darauf ab, die Geschichten "normaler" Frauen hervorzuheben, die in den Geschichtsbüchern keinen Platz finden, und dies obwohl diese oft die ersten sind, welche Gewalt erleiden. 

Tea Room mit feministischen Themen
Vanessa Cojocaru wurde in Freiburg geboren und absolvierte ihre Ausbildung an der HEAD-Genf, wo sie 2016 einen Bachelor in visueller Kommunikation abschloss. Anschliessend war sie Mitbegründerin im Atelier Loop und arbeitete als unabhängige Grafikdesignerin. Im Jahr 2020 rief sie das Veranstaltungsprojekt "Tea Room" ins Leben, das sich mit einem Podcast und einem Festival feministischen Themen widmet.