Go back
logo

Murten Tourismus blickt auf ein spezielles Jahr zurück

Die 127. Generalversammlung von Murten Tourismus fand am 13. Juli 2021 in den Räumlichkeiten des Schlosses Münchenwiler statt. Der Vorstand blickte auf ein weniger schlechtes Jahr als erwartet zurück. Zudem wurde Vorstandsmitglied Stefan Büschi (zurückgetreten) durch Luigi Massé ersetzt.

von Kathrin Aebi
am
Der neue Vorstand von Murten Tourismus.

Die 127. Generalversammlung von Murten Tourismus fand am 13. Juli 2021 in den Räumlichkeiten des Schlosses Münchenwiler statt. Der Vorstand blickte auf ein weniger schlechtes Jahr als erwartet zurück. Zudem wurde Vorstandsmitglied Stefan Büschi (zurückgetreten) durch Luigi Massé ersetzt.

Murten Tourismus ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. Zweck seiner Tätigkeit ist die bestmögliche Förderung und Entwicklung des Tourismus in den Mitgliedergemeinden Murten, Muntelier, Merlach, Greng, Corgeveaux und Kerzers. Er ist Mitglied des Freiburger Tourismusverbandes (FTV) sowie des Regionalverbandes See (RVS). Seine Einnahmen bestehen aus Jahresbeiträgen seiner Mitglieder, freiwilligen Beiträgen der Gemeinden, Spenden und Vermächtnissen, Gebühren und übrigen Einkünften und dem Ertrag der örtlichen und regionalen Aufenthaltstaxen.

Luigi Massé ersetzt Stefan Büschi

Über seine Arbeit im zurückliegenden Geschäftsjahr 2020/2021 und die damit verbundenen Erträge und Aufwände wurde bei der Generalversammlung Bericht erstattet. Der Vorstand wurde mit der Annahme der Berichte entlastet. Bis auf den Ersatz von Stefan Büschi durch Luigi Massé wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder in ihrem Amt wiedergewählt. Luigi Massé stellte sich den Mitgliedern vor seiner Wahl kurz vor:
 
Er ist 38 Jahre jung, stammt aus dem Oberengadin und ist aufgrund seiner Partnerin aus dem Seebezirk in unsere Region gezogen. Er bringt jahrelange Erfahrung aus der Eventbranche mit, ist sprachlich in den vier Landessprachen einsetzbar und freut sich auf seine Arbeit bei Murten Tourismus im Bereich Events.

In Ihrem Jahresbericht 2020/2021 zog die Präsidentin, Marianne Siegenthaler, trotz der Corona-bedingten Einschränkungen eine positive Bilanz, positiv im Sinne des erwarteten Negativ-Budgets. Beispielweise rechnete man mit bis zu 50% weniger Übernachtungen, am Ende waren es «nur» -11.9% mit einem Rekordwert an Gästen aus der Schweiz: 97% statt der üblichen 80-90% Schweizer Touristen.
 
«Murten on Ice» 2021 konnte nur wenige Tage Besucher*innen empfangen und auch das 10-jährige Bestehen konnte nicht gefeiert werden wie geplant. Murten on Ice 2020 schloss mit einem Defizit von rund 40'000 Franken ab.
 
Das Licht-Festival im Januar 2020 war ein voller Erfolg und war die letzte Veranstaltung, die in dem Jahr hat stattfinden können. In diesem Jahr, 2021, musste aufgrund der Pandemie eine kleinere Version erdacht werden. Angeboten wurde «Murten leuchtet», das rund 4'000 Besucher begeistern konnte, jedoch war schlussendlich der Aufwand höher als die Einnahmen, was zu dem Defizit von ebenfalls rund 40'000 Franken führte.
 
Mit Unterstützungsleistungen für Härtefälle durch den Kanton und den Verzicht auf Rückzahlung der freiwilligen Gemeinde-Beiträge und Mitgliedsbeiträge konnten die Verluste «verkraftet» werden. Die Sommermonate 2020 waren für die Gastronomie und Hotellerie wiederum überaus erfolgreich und brachten auch für Murten Tourismus Einnahmen von Aufenthaltstaxen und Stadtführungen. Auch das Openair Kino 2020 konnte unter Corona-Schutzmassnahmen durchgeführt werden.

2021 bis jetzt erfolgreich

Das Jahr 2021 zeigt sich bisher auf dem Erfolgsweg mit den Aktivitäten, wie dem nachgeholten Mai-Markt (im Juli), vollen Restaurants seit April/Mai, gut ausgebuchten Hotels, Töffli-Rundfahrten in Partnerschaft mit dem Berner Unternehmen «Berger Events», dem Start des Openair Kinos am 14. Juli und auch die Stadtrundgänge werden rege gebucht.
 
Deshalb blickt Murten Tourismus voller Optimismus auf das neue Geschäftsjahr 2021/2022 und hofft darauf, dass die Corona-Pandemie der Vergangenheit angehören möge. So planen sie zusätzlich zu den permanenten Aktivitäten folgende Projekte:

  1. Die Umsetzung der mit dem neuen Tourismusgesetz des Kantons einhergehenden Forderung nach Effizienzsteigerung auf regionaler Ebene. Dazu plant Murten Tourismus eine engere Zusammenarbeit mit dem RVS und Vully Tourismus in Form der Zusammenlegung bestimmter Aktivitäten.
  2. Mit dem Umzug des Tourismusbüros in neue Räumlichkeiten an der Hauptgasse in Murten ist das Projekt noch nicht abgeschlossen. So sehen sie den Gästeempfang als einen «fortlaufenden Prozess» der Optimierungen und Anpassungen, um die Ausstattung bestmöglich den Bedürfnissen ihrer Besucher anzupassen. Zusätzlich gilt es, die Digitalisierung an die wachsenden Erwartungen der Gäste voranzubringen, die immer autonomer online ihre Buchungen vornehmen.
  3. Deborah Defalque präsentierte das Vorhaben von Murten Tourismus, verstärkt Nachhaltigkeitsprojekte in ihre Planung aufzunehmen und gemeinsam mit den Bio-Gemüsebauern des Seelands touristische Angebote zu erarbeiten.

Zum Abschluss richtete Marianne Siegenthaler ihren Dank an die zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfer und Partnerorganisationen, ohne die die Veranstaltungen undenkbar gewesen wären und sind.

Den Jahresbericht 2020/21 von Murten Tourismus finden Sie hier!