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Billard: Shirin Volery wurde Vizeweltmeisterin und Schweizermeisterin zum Saisonabschluss

Die siebzehnjährige Shirin Volery aus Kleingurmels musste sich an den Weltmeisterschaften der U19 in Indien nur gegen die Schwedin Linnea Hjalmarström geschlagen geben. Wohlverdient landete sie auf dem zweiten Platz.

von unsereRegion Leser*in
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Die siebzehnjährige Shirin Volery aus Kleingurmels musste sich an den Weltmeisterschaften der U19 in Indien nur gegen die Schwedin Linnea Hjalmarström geschlagen geben. Wohlverdient landete sie auf dem zweiten Platz.

Vergangene Woche fanden in Bengaluru/Indien die Weltmeisterschaften U19 in Heyball statt. Die neue und ganz gross aufkommende Sportart ist eine Mischung aus Snooker und Poolbillard und wird vom Weltverband und den Kooperationspartnern in Richtung Olympia beworben. Es ist ein Tisch in der Grösse von Pool, Taschen wie Snooker, Kugeln wie Pool. Eine Mischung, die alles viel schwieriger und das Spiel enorm taktisch macht. Gespielt wird nach speziellen Regeln, grundsätzlich ähnelt es aber sehr dem sehr bekannten 8er-Ball.

Der Billard Club Kerzers hat seit drei Monaten einen Heyballtisch im Verein. Als im Oktober die Einladung kam für die WM begann Shirin Volery (17, aus Kleingurmels) die Hälfte Ihres Trainingspensums und bis zum Schluss das Ganze auf diesem Tisch zu absolvieren.

Vorrunden mit Bravour gemeistert
Während der WM bei den Girls U19 konnte die amtierende Pool-Europameisterin und Pool WM-Dritte die Vorrunden mit Bravour überstehen. In der Vorrunde sowie im Halbfinale gewann Shirin in packenden Matches unter anderem gegen Natasha Chethan, das grosse Talent aus Indien und amtierende U21 Weltmeisterin im Snooker.

Im Halbfinale ging es nach 100 Minuten Spielzeit und Gleichstand in ein Shootout, ähnlich wie ein Penaltyschiessen im Fussball oder Hockey. Immer der gleiche Ball muss im Wechsel versenkt werden. Jede Spielerin hat fünf Stösse und es war unglaublich spannend! Volery versenkte vor viel Publikum und unter grossem Jubel mehrere Bälle und zog so ins Finale ein. Dort unterlag sie Linnea Hjalmarström aus Schweden, die Energie reichte nach zehrenden Matches nicht mehr.

Zukunft gehört dem Heyball
Nur ein bisschen enttäuscht nach dem Finale, ist Volery trotzdem sehr zufrieden. Heyball hat Zukunft, sagt sie, es ist eine Challenge und macht Spass zu spielen, besonders in einer Arena wie dieser. Indien gilt als Geburtsland von Snooker, Billard hat dort sehr viele Fans und die Stimmung war dementsprechend - mit vielen Zuschauern und Fans.

Für die Freiburgerin geht es vom Flughafen fast direkt in eine Poolbillardhalle, wo sie eine Disziplin Schweizermeisterschaften im Poolbillard mitspielt. Danach geht es in eine kurze, aber wohlverdiente Winterpause.

Es läuft zurzeit gerade rund für Shirin Volery vom Billard Club Kerzers

Schweizermeisterin im 8er Pool als Zuschlag
Für die Freiburgerin ging es am Sonntag vom Flughafen direkt in eine Poolbillardhalle, wo sie an den Schweizermeisterschaften im Poolbillard mitspielte. "Shirin krönte sich zum Abschluss eines erfolgreichen Jahres erstmals zur Schweizermeisterin der Damen im 8er Ball. In einem packenden Finale gewann sie gegen die bereits mehrfache Schweizermeisterin und Clubkollegin Claudia von Rohr (35) aus Luzern." schreibt der Billard Club Kerzers in einer Mitteilung. Erfreulich sei auch die Tatsache, dass alle ersten Ränge im 8er-Ball an den BC Kerzers gingen.

Nun geht es aber für Shirin Volery erstmals in die wohlverdiente Winterpause.