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SP See: Abstimmungs-Parolen für den 8. März 2026

Im März wird über vier eidgenössische Vorlagen abgestimmt, und es finden für den Seebezirk sehr wichtige Gemeindewahlen statt. Anbei finden Sie unsere Abstimmungsempfehlungen für die eidgenössischen Vorlagen. Mehr denn je ist die Wahlbeteiligung von grosser Bedeutung, und wir ermutigen die Stimmberechtigten, zur Wahl zu gehen und die Kandidaten der pluralistischen Linken in den Gemeinden des Seebezirks zu unterstützen, um eine konstruktive, innovative und soziale Debatte zu ermöglichen.

von SP See
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Im März wird über vier eidgenössische Vorlagen abgestimmt, und es finden für den Seebezirk sehr wichtige Gemeindewahlen statt. Anbei finden Sie unsere Abstimmungsempfehlungen für die eidgenössischen Vorlagen. Mehr denn je ist die Wahlbeteiligung von grosser Bedeutung, und wir ermutigen die Stimmberechtigten, zur Wahl zu gehen und die Kandidaten der pluralistischen Linken in den Gemeinden des Seebezirks zu unterstützen, um eine konstruktive, innovative und soziale Debatte zu ermöglichen.

NEIN zur Bargeld-Initiative und JA zum direkten Gegenentwurf

Es ist wichtig, dass Bargeld als Zahlungsmittel weiterhin existiert. So haben auch Menschen, die technisch weniger versiert sind, beispielsweise ältere Menschen oder Kinder, Zugang zu Dienstleistungen. Ausserdem können bestimmte Branchen wie das Gastgewerbe weiterhin schnelle und hochwertige Dienstleistungen anbieten. 
 
Diese Initiative ist jedoch nicht notwendig, da das Nationalbankgesetz bereits Garantien für eine ausreichende Bargeldversorgung enthält. Eine mögliche Ersetzung der Landeswährung würde bereits einer Abstimmung durch das Volk und die Kantone unterliegen. Der vorgeschlagene Text ist unklar und könnte den Handlungsspielraum der Schweizerischen Nationalbank einschränken. Er ist daher nutzlos und stellt eher eine bürokratische Belastung dar. 
 
Der Gegenentwurf ist ein guter Kompromiss, der in der Verfassung verankert, dass ausreichend Bargeld zur Verfügung gestellt wird, und den Schweizer Franken als Landeswährung bestätigt. Er ist eine gute Antwort auf die Initiative, und wir empfehlen Ihnen, ihn anzunehmen. 
 
Wir schlagen Ihnen daher vor, NEIN zur Initiative und JA zum direkten Gegenentwurf zu stimmen. 

NEIN zur Anti-SRG-Initiative

Starke und unabhängige Medien sind die Grundlage unserer Demokratie. Es muss verhindert werden, dass reiche Milliardäre alle Medien aufkaufen und ihre Sichtweise durchsetzen, wie dies bereits bei sozialen Medien wie Facebook, X und vielen anderen Medien, darunter auch in der Schweiz, der Fall ist. Fake News gewinnen zunehmend an Bedeutung, und künstliche Intelligenz wird diesen Prozess noch beschleunigen. 
 
Deshalb ist ein starker, neutraler und unabhängiger öffentlicher Dienst wichtiger denn je. Es geht auch darum, den nationalen Zusammenhalt zu stärken, indem qualitativ hochwertige Medien in den verschiedenen sprachlichen oder zweisprachigen Regionen wie dem Seebezirk gewährleistet werden. Man darf auch nicht vergessen, dass ein Teil der Gebühren die lokalen Medien unterstützt, was angesichts sinkender Werbeeinnahmen von entscheidender Bedeutung ist. 
 
Wir empfehlen Ihnen daher, NEIN zu dieser extremen Initiative zu stimmen, die die SRG zerstören will, anstatt dynamische und innovative Medien aufzubauen. 

JA zur Klimafonds-Initiative

Vorbeugen oder reagieren, das ist die Frage. Hochwasserereignisse werden immer häufiger, der Permafrost verschwindet, wodurch Katastrophen wie in Blatten oder Brienz wahrscheinlicher werden. Man erinnere sich auch an die jüngsten Überschwemmungen rund um den Murtensee und den Klimawandel, der die Landwirte im Seeland zu Anpassungen zwingt. 
 
So wie wir in Strassen und Schienen investieren, müssen wir auch investieren, um die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen und dem zu entsprechen, was das Volk 2023 beschlossen hat, nämlich bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Es handelt sich um eine langfristige Investition, die sich leicht amortisieren wird. Es geht darum, in erneuerbare Energien zu investieren, Gebäude zu sanieren und die Mobilität zu modernisieren. Wir müssen investieren, um die Schweiz der Zukunft nachhaltiger, widerstandsfähiger und bereit für die Herausforderungen des Klimawandels zu machen. 
 
Deshalb ermutigen wir Sie, mit JA für den Klimafonds zu stimmen, der eine finanziell sinnvolle und moderne Massnahme ist. 

JA zu einer gerechten Individualbesteuerung

Es ist allgemein bekannt und vom Bundesgericht bestätigt, dass viele Familien aufgrund der Heiratsstrafe zu viel Steuern zahlen. Dies betrifft mehrere hunderttausend Familien und Paare im Ruhestand. 
 
Eine gerechte individuelle Besteuerung ermöglicht es, den Grundsätzen der Gleichstellung gerecht zu werden, insbesondere für Frauen die durch das derzeitige Steuersystem keinen Anreiz haben zu arbeiten. Die Steuerprogression und die Kosten für Kinderbetreuung führen dazu, dass viele Frauen nicht arbeiten gehen, was einen Verlust für die Wirtschaft des Landes darstellt. Etwa 7 von 10 Frauen würden lieber mehr arbeiten, wenn die Bedingungen dafür gegeben wären. 
 
Wir unterstützen diesen Kompromiss, auch wenn er nicht perfekt ist. Aus Sicht der Gleichstellung, ist es wichtig Frauen in ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen und ein modernes und effizientes Steuersystem zu haben. Die Gegner beklagen den bürokratischen Aufwand, aber wir glauben, dass gerade diese Änderung einfachere und effizientere Lösungen ermöglichen und manchmal veraltete und langsame Verfahren in Frage stellen wird. 
 
Wir unterstützen ein modernes und gerechtes Steuersystem und ermutigen Sie daher, mit JA für eine gerechte individuelle Besteuerung zu stimmen. 

Wir hoffen, dass viele von Ihnen am 8. März zur Wahl gehen werden!