SVP See: Septembersession 2025 des Grossen Rates Freiburg
Die Abgeordneten der SVP-Fraktion des Seebezirks informieren nachstehend über einige Geschäfte, welche in der Septembersession 2025 behandelt wurden.
Die Abgeordneten der SVP-Fraktion des Seebezirks informieren nachstehend über einige Geschäfte, welche in der Septembersession 2025 behandelt wurden.
Umsetzung Pflegeinitiative
Bereits Ende 2021 hatte das Schweizer Stimmvolk, mit der Annahme der Pflegeinitiative, eine Gesetzesänderung zur Anerkennung und Förderung einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung verlangt. Beinahe vier Jahre danach haben wir nun eine gesetzliche Basis auf Kantonsebene verabschiedet. Diese Ausbildungsoffensive ist die erste Etappe der Umsetzung. Nächstens sollen dann auch Arbeitsbedingungen, Attraktivität und Entwicklungsmöglichkeiten in den Pflegeberufen angegangen und verbessert werden, damit diese Fachleute auch im Beruf bleiben. Dies hätte aus unserer Sicht eher Priorität gehabt, aber die Basis auf Bundesebene ist noch ausstehend. Dass im Deutschfreiburger Kantonsteil nicht genügend Fachpersonen zur Verfügung stehen, ist auf mangelnde Praktikumsplätze zu führen. Mit Prämien an ausbildende Institutionen sollen Anreize geschaffen werden. Weiter soll der Kanton mit ausserkantonalen Hochschulen Vereinbarungen treffen, damit Praktiken vermehrt in unseren Kanton absolviert werden, um dies Leute dann binden zu können. Der Bedarf an Plätzen für die praktische Ausbildung soll periodisch für beide Sprachregionen abgeklärt werden.
Kontrollen auf Landwirtschaftsbetrieben
Eine Motion aus unserer SVP-Fraktion und der Mitte, die Kontrollen begrenzen will, wurde im Grossen Rat mit knappem Mehr angenommen. Der Vorsteher Didier Castella mahnte uns, «wer zahlt, befiehlt» und das ist in der Landwirtschaftspolitik der Bund. Die Kantone haben etwas Spielraum und der Grosse Rat will diesen ausnutzen und die risikobasierten Kontrollen auf sechs Prozent der verbleibenden 2553 Betriebe begrenzen. Zukünftig wird ein Monitoring mit Bericht zu den Kontrollergebnissen verfasst und veröffentlicht. Abbau der Bürokratie auf der einen Seite aber Belastung der Verwaltung mit Zusatzaufgaben. Leider kontrovers.
Geschlossen gegen Kürzungen bei J+S
Mit unserer Resolution protestieren nun alle Westschweizer Kantone gegen die geplante Kürzung des Budgets für das Programm Jugend und Sport (J+S). Es sollte sogar mehr Geld fliessen, da das Angebot weiterhin wächst und die soziale wie gesellschaftliche Wichtigkeit des Sports enorm und unbestritten ist. Sage und schreibe 680'000 Kinder und Jugendliche profitieren schweizweit von den Aktivitäten des J+S.
Die SVP Grossrätin und Grossräte des Seebezirks: Katharina Thalmann-Bolz, Flavio Bortoluzzi, Rudolf Herren (Autor)