Kantonale Spitalabstimmungen: Informationsabend schafft Klarheit
Warum die kantonale Initiative «Bürgernahe Spitalaufnahme» in die richtige Richtung geht, der Gegenvorschlag aber die bessere und günstigere Lösung darstellt und warum das Freiburger Spital die Finanzspritze vor allem auch für die Planung der Zukunft braucht, das legte fünf kompetente Köpfe auf dem Podium dar.
Warum die kantonale Initiative «Bürgernahe Spitalaufnahme» in die richtige Richtung geht, der Gegenvorschlag aber die bessere und günstigere Lösung darstellt und warum das Freiburger Spital die Finanzspritze vor allem auch für die Planung der Zukunft braucht, das legte fünf kompetente Köpfe auf dem Podium dar.
Rund fünfzig Interessierte folgten der Einladung der Grossratsmitglieder des Seebezirks. Sie informierten an einer überparteilichen Veranstaltung über die Stossrichtung und die Auswirkungen der Spitalaufnahme-Initiative und des Gegenvorschlags des Staas- und Grossrats.
Wie die Staatsräte Philippe Demierre (SVP) und Jean-François Steiert (SP) mit aussagekräftigen Darstellungen und spannenden Fallbeispielen darlegen konnten, liegt mit dem Gegenvorschlag ein klug durchdachtes Massnahmenpaket vor. Dieses nimmt die Grundanliegen der Initiative auf, verteilt aber die Verantwortung bei medizinischen Notfällen auf verschiedene Schultern. Eine Schlüsselrolle wird dabei eine neue, einheitliche Notfallnummer für den ganzen Kanton darstellen.
Von einer Spital-fixierten zu einer dynamischen, vernetzten Notversorgung, so könnte man zusammenfassen. – Dass der Gegenvorschlag auch noch deutlich kostengünstiger zu realisieren ist als die in der Initiative vorgesehenen Massnahmen, ist in Anbetracht der dritten Abstimmungs-Vorlage von Bedeutung.
Geld – als Bürgschaft und zur Planung
Um viel Geld geht es in der dritten Vorlage. Einerseits braucht das HFR Geld in Form einer Bürgschaft, um dringende Modernisierungen zu realisieren. Andererseits soll mit einem Planungskredit die Zukunft des Freiburger Spitals in Angriff genommen werden: Ungefähr in zehn Jahren, wenn die Bevölkerung im Kanton wohl die 350’000-Einwohner-Marke überschritten haben wird, braucht es ein Spital, das die Gesundheitsversorgung zwischen den beiden Polen Lausanne und Bern gewährt.
Nach fast einer Stunde intensiver Diskussion verfügte der Moderator, Oberamtmann Christoph Wieland, dass die Debatten beim Apéro weitergeführt werden sollen, dieser Anweisung folgte das Publikum widerstandslos.
Eindrücke vom Informationsanlass
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1 / 7BildergalerieCatherine Esseiva, Grossrätin glp, (3. v. l.) begrüsst zusammen mit Flavio Bortoluzzi (3. v. r.). (Bild: asr) -
2 / 7BildergalerieCarole Baschung, Grossrätin Mitte, legt das Dekret, die dritte Vorlage, dar. (Bild: asr) -
3 / 7BildergalerieJulia Senti, Grossrätin SP, stellt Initiative und Gegenvorschlag vor. (Bild asr) -
4 / 7Bildergalerie0800 170 171: Eine einheitliche Notfallnummer für tout le canton: Der Test läuft bereits mit Erfolg (Bild: asr) -
5 / 7BildergalerieGesundheitsdirektor Philippe Demierre (SVP), und… -
6 / 7BildergalerieStaatsrat Jean-François Steiert (SP) erklären, wie in zehn Jahren ‘Spital geht’. (Bilder: asr) -
7 / 7BildergalerieThierry Carrel, VR des HFR, (r.) blickt rund zehn Jahre in die Zukunft – aber die Planung muss heute beginnen. (Bild: asr)