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Liveticker - Heute entscheiden die Kantone Bern und Fribourg über die Zukunft von Clavaleyres

Nachdem im September 2018 bereits die Bürgerinnen und Bürger von Murten und Clavaleyres zur Fusion der beiden Gemeinden mit grosser Mehrheit Ja gesagt haben, ist es dieses Wochenende an den beiden Kantonen, darüber zu befinden.

von Guido Kaufmann
am

Nachdem im September 2018 bereits die Bürgerinnen und Bürger von Murten und Clavaleyres zur Fusion der beiden Gemeinden mit grosser Mehrheit Ja gesagt haben, ist es dieses Wochenende an den beiden Kantonen, darüber zu befinden.

Verfolgen Sie den Entscheid im Liveticker:

 

Update: 17:00 Uhr

Die abschliessenden Resultate:

Kanton Fribourg

  • Kanton: 96.2% Ja
  • Seebezirk: 96.1% Ja
  • Murten: 94.3% Ja

Kanton Bern

  • Kanton: 89.0% Ja
  • Münchenwiler/Clavaleyres : 90.3% Ja

 

Update: 16:00 Uhr

Die beiden Gemeindepräsidenten, Christian Brechbühl (Murten) sowie Jürg Truog (Clavaleyres), treten vor die zahlreich erschienenen Medien und zeigen sich erleichtert und erfreut über das «unglaublich positive Resultat», wie es Christian Brechbühl ausdrückt. Jürg Truog spricht von einem «historischen Tag», der ihn persönlich sehr berühre. Die letzten Tage seien mit dem grossen Interesse gegenüber seiner Gemeinde wie ein Tsunami gewesen. Mit Murten habe man einen «guten Partner» gefunden, der die Bedürfnisse von Clavaleyres bereits gut kenne. «Wir sind pflegeleicht und nicht aufmüpfig», ergänzt er schmunzelnd gegenüber seinem Murtner Kollegen.

Wie geht es nun weiter? «Die Arbeit ist getan und nun ist es an der Bundesversammlung, noch den letzten Schritt zu tun», erklärt Christian Brechbühl gegenüber unsereRegion.ch. «Wir sind jetzt im Kanton Fribourg, aber noch nicht handlungsfähig», fügt Jürg Truog hinzu, «und meine Tage als Gemeindepräsident von Clavaleyres sind gezählt!»

Die Freude im Rathaus von Murten ist gross und die Anwesenheit von allen Gemeinderäten der beiden Gemeinden ist ein Zeichen dafür, wieviel Engagement in Murten und Clavaleyres in den letzten Jahren in dieses Projekt gesteckt worden ist.

Jürg Truog (links) und Christian Brechbühl.

 

Update: 15:00 Uhr

Das Medieninteresse ist gross. Der Gemeindepräsident von Clavaleyres, Jürg Truog, steht vor der Pressekonferenz bereits Red und Antwort.

Update: 14:30 Uhr

Die Stimmen der Hälfte aller 156 Berner Gemeinden sind ausgewertet und auch von dort kommt mehrheitlich eine hohe Zustimmung (88% Ja). Zwei Gemeinden sagen jedoch knapp Nein: Eriz (51.6% Nein) und Oberlangenegg (50.9% Nein).

Update: 13:30 Uhr

Der Seebezirk ist fertig ausgezählt und stimmt dem Zusammenschluss mit 96.1% zu. In Murten liegt die Zustimmung bei 94.3% bei einer Stimmbeteiligung von 43%. Die freiburgischen Nachbargemeinden Courgevaux und Courtepin unterstützen das Vorhaben auch mit je rund 97%. Am tiefsten fällt im Seebezirk der Ja-Anteil mit 88% in Gempenach aus, das aktuell auch in Fusionsverhandlungen mit Murten ist.  

Update: 12:30 Uhr

Die Zwischenresultate für den Kanton Freiburg zeigen eine Zustimmung von rund 96 %. Aus dem Kanton Bern liegen zurzeit noch keine Resultate vor.

Update: 12:00 Uhr

Die Urnen sind geschlossen, die Stimmen werden nun ausgezählt.

Hat der Berner Bär auf dem Gemeindehaus von Clavaleyres bald nur noch historischen Charakter?

Seit mehreren Jahren möchte sich die 50 Einwohner zählende, 101 Hektaren grosse Gemeinde Clavaleyres mit einer anderen Gemeinde zusammenschliessen. Die Bestrebungen, mit einer Berner Gemeinde zu fusionieren, sind jedoch gescheitert. Da die Gemeinde in vielen Bereichen mit Murten zusammenarbeitet (Brandschutz, Sekundarstufe, …), hat sie sich schliesslich für einen interkantonalen Zusammenschluss mit der Gemeinde Murten entschieden.

Im November 2013 beschloss die Gemeindeversammlung von Clavaleyres, eine Fusion mit Murten vorzubereiten. Im April 2014 genehmigt der Generalrat von Murten einstimmig, Verhandlungen in diesem Sinne aufzunehmen. Seit 2014 haben die beiden Kantone umfassende Arbeiten ausgeführt, um diese Fusion vorzubereiten. Im September 2018 haben die Bürgerinnen und Bürger von Murten und Clavaleyres die Fusionsvereinbarung ihrer beiden Gemeinden mit grosser Mehrheit gutgeheissen.

Gemeinsam würden die beiden eine Gemeinde mit rund 8300 Einwohnerinnen und Einwohner bilden. Der Zusammenschluss tritt bei einem Ja heute erst nach Genehmigung der Änderung des Kantonsgebiets durch die Bundesversammlung in Kraft, was bis zum 1. Januar 2022 erfolgen könnte.