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Eine wahre Wundergeschichte

Manche Alltagsgeschichten lassen uns staunend innehalten. Es sind jene unglaublichen Zufälle, die wir am liebsten sofort weitererzählen möchten – gerade weil sie die Grenze zwischen Realität und Fiktion zu verwischen scheinen. Solche Augenblicke sind die kleinen Wunder unseres Alltags. Indem wir sie teilen, geben wir der Zuversicht Raum, dass das Unwahrscheinliche eben doch Realität werden kann.

von Marianne Oppliger
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Manche Alltagsgeschichten lassen uns staunend innehalten. Es sind jene unglaublichen Zufälle, die wir am liebsten sofort weitererzählen möchten – gerade weil sie die Grenze zwischen Realität und Fiktion zu verwischen scheinen. Solche Augenblicke sind die kleinen Wunder unseres Alltags. Indem wir sie teilen, geben wir der Zuversicht Raum, dass das Unwahrscheinliche eben doch Realität werden kann.

unsereRegion möchte ihre Leser:innen dazu ermutigen, wahre Wundergeschichten zu teilen - als ihre eigene Story oder von unsereRegion mit verfasst (weitere Hinweise unten).

Der verlorene Schlüssel – eine wahre Wundergeschichte

Es ist Montagnachmittag, wie gewohnt bereite ich mich für den wöchentlichen Rundgang im Galmwald vor. Die Hände vollgepackt mit Material: Wanderschuhe, Schirm, Autoschlüssel - und nach geschlossener Haustür auch der Hausschlüssel. Beim Einsteigen ins Auto kommt wie immer die automatische Handbewegung: «Hausschlüssel ins Mittelfach legen». Doch dieses eine Mal war er nicht in meiner Hand, weder im Kofferraum noch sonst irgendwo. 

Im Wald angekommen, quält mich der unverständliche Gedanke, wo mein Schlüssel hingekommen ist, während wir unseren Spaziergang beginnen. Die Landschaft zeigt sich winterlich: am Boden liegt Schnee, die Bäume sind nebelverhangen. Wir sind mutterseelenallein, hie und da ein Vogelgezwitscher in den Baumkronen.

Plötzlich eine Frauenstimme, die aus dem Nichts ruft, ob wir einen Schlüssel verloren haben! Die Frau, zufällig auch in Murten aufgewachsen, traversierte den Hauptweg und schaut in diesem Moment auf den Boden. Der Zufall scheint es zu wollen, dass sie meinen Schlüssel aus dem Schnee glitzern sieht! Ich eile ihr entgegen und staune mit offenem Mund, als sie mir den Schlüssel übergibt - ich verstehe die Welt nicht mehr. 

Wie kommt mein Hausschlüssel hier auf den verschneiten Waldboden? Wo ist er an mir hängen geblieben, dass ich ihn zu Hause nirgends gefunden hatte? Warum schaut diese Frau, die zufällig den Weg überquert, genau in diesem Moment auf den Boden, in den Schnee - und entdeckt meinen vermissten Schlüssel?

(Marianne Oppliger)


Spielregeln zum Mitmachen bei «Wahre Wundergeschichten»: Ich wohne in der Region Murten. Die Geschichte muss sich tatsächlich ereignet haben, bestenfalls in der Region.Erlebnisgetreu verfasst, ohne Interpretationen. Wer seine Geschichte nicht selber schreiben möchte oder Hilfe benötigt, meldet sich bei unsereRegion.

Fertige, wahre Wundergeschichten senden an murten@unsereregion.ch

Wir freuen uns auf spannende, unterhaltsame Episoden – wahre Wundergeschichten eben!