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Kerstin Hecht ist die neue Präsidentin von Impuls Seebezirk

"Impuls Seebezirk" gibt es seit 30 Jahren. Mit einer neuen Präsidentin und einen gut aufgestellten Vorstand und Büro nimmt der gemeinnützige Verein das Jubiläumsjahr in Angriff.

von Rainer Menning
am
Präsidium Impuls Seebezirk: Jacques Moser übergibt an Kerstin Hecht.

"Impuls Seebezirk" gibt es seit 30 Jahren. Mit einer neuen Präsidentin und einen gut aufgestellten Vorstand und Büro nimmt der gemeinnützige Verein das Jubiläumsjahr in Angriff.

Seit 1995 hat sich viel verändert: Wirtschafts- und Finanzkrisen haben die Welt in Atem gehalten, der Wandel von einer handwerklich orientierten Welt hin zu einer hoch technologisierten Gesellschaft mit dem Vormarsch des Internets in allen Lebensbereichen und schliesslich vor kurzem eine weltweite Pandemie, die viele Menschen an ihre eigenen Grenzen brachte. Eines hat sich seit 1995 aber nicht geändert, nämlich die drei Eckpfeiler von Impuls Seebezirk: Beratung, Begleitung und Unterstützung. Auch wenn sich die Rahmenbedingungen stetig ändern, Impuls Seebezirk stellt immer den Menschen und die gezielte Beratung und Begleitung in den Vordergrund - seit 30 Jahren.

Zunehmender Arbeitsaufwand
Anlässlich der Generalversammlung wurden diese Werte wieder einmal mehr in Erinnerung gerufen. Der Verein hat sich im Verlauf der Zeit professioneller aufgestellt, optimiert und sich den neuen Gegebenheiten angepasst. Impuls startete im 1995, als die Arbeitslosigkeit hoch war. Das Büro war Anlaufstelle für viele, welche sich mit dieser Problematik konfrontiert sahen. Schnell habe sich dann aber herausgestellt, dass sich die Schwierigkeiten nicht bloss die Arbeitslosigkeit betrafen. Dazu kamen vermehrt auch die Budgetberatung und Unterstützung bei Steuer- und Mietfragen. Heute, 30 Jahre später, ist das Bedürfnis nach den Dienstleistungen von Impuls ungebrochen. In den Jahresberichten haben mehrere Vorstandsmitglieder darauf hingewiesen, dass der Arbeitsaufwand in den letzten Jahren erhebend zugenommen hätte.

Hecht folgt auf Moser
An der Spitze von Impuls kommt es zu einem Wechsel. Jacques Moser, welcher während zehn Jahren im Vorstand, davon sieben als Präsident war, trat auf die Generalversammlung als Präsident zurück. An seine Stelle rückt Kerstin Hecht aus Kerzers. Hecht ist in der Region bekannt, sie arbeitet seit 2016 als Sozialarbeiterin bei der Stadt Murten und leitet seit 2022 den Sozialdienst und die Berufsbeistandschaft der Region Murten. Berührungspunkte mit dem Verein Impuls gab es immer wieder, so etwa bei der gemeinsamen Organisation der Offenen Weihnacht in Murten. Kerstin Hecht wurde von der Versammlung mit Applaus ins Amt der Präsidentin hineinbestätigt.

Jacques Moser galt als um- und weitsichtiger Präsident

Stiller Schaffer mit Weitblick
Kerstin Hecht wird von nun an also dem Verein neue Impulse verschaffen. Sie kann dabei auf ein "gemachtes Bett" zurückgreifen. Jacques Moser brachte Impuls in seiner Wirkungszeit als Präsident auf Vordermann. Sein Stellvertreter Peter B. Meier würdigte sein Schaffen in einer kurzen Laudatio. "Alle Aufgaben waren gut bei ihm aufgehoben. Er hatte stets ein offenes Ohr für alle und alles" Mit seinen zehn Jahren im Vorstand und sieben Jahren als Präsident habe Jacques Moser ein Drittel der Zeit von Impuls geprägt. Sein Fokus sei immer auf der Lösungsfindung gelegen. Abschliessend bedankte er sich im Namen des Vorstandes für die geleistete Arbeit und richtete einige Wort direkt an ihn: "Du warst und bist ein wichtiger Eckpfeiler von Impuls. Und das gute ist, du bleibst dem Vorstand erhalten."

Weitere Beschlüsse gefasst
Mit den personellen Wahlen wurde der Verein für die Zukunft fit gemacht. An der Generalversammlung wurden noch weitere Beschlüsse gefasst und genehmigt. Die Jahresrechnung weist einen Gewinn von 911 Franken aus. Der Verein hat haushälterisch "geschäftet", wie Moser erklärte. Das Budget 2025 sieht einen Verlust von 9950 Franken vor. Grund dafür ist, dass die Mehrausgaben für die 30 Jahre Jubiläumsfeier von Impuls. Jahresrechnung und Budget wurden einstimmig angenommen. Ebenfalls angenommen wurde das Traktandum 9, die Festsetzung der Mitgliederbeiträge und der Fallpauschale. Sie bleiben für das laufende Jahr gleich hoch wie bis anhin.

Das Traktandum "Statutenänderung" gab dann Anlass zu einer eingehenderen Betrachtung. Der erste Absatz, welcher die Anzahl Vorstandsmitglieder von fix "fünf bis neun Mitglieder" auf neu "mindestens fünf Mitglieder" festlegen soll, wurde einstimmig angenommen. Die weiteren Absätze betrafen die Spesenvergütung der Vorstandsmitglieder. Es bestand Unklarheit, ob die explizite Erwähnung einer Kostenvergütung - wenn auch einer berechtigten Vergütung - in den Statuten, den Status "gemeinnützlicher Verein" gefährden könnte. Nach umfassender Beratung im Plenum beschloss der Vorstand, die betreffende Statutenänderung zurückzuziehen.

Eine kleine, aber schlagkräftige Truppe: Peter B. Meier (Personal und Organisation), Jacques Moser (alt Präsident und nun Beisitzer) Kerstin Hecht (Präsidentin), Corina Niederberger (Stellenleiterin), Anne-Catehrine Lapaire (Administration/Budgetberatung), Rita Pürro Spengler (Kommunikation/Marketing), Kathrin Reist (Mittelbeschaffung).