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Einfach und gemütlich – trotz Corona!

von Ruth Wasserfallen
am

Lange war es ungewiss, ob die traditionelle Bundesfeier der Dorfvereine von Lurtigen, Salvenach, Jeuss und dem Pflegeheim Jeuss  überhaupt stattfinden kann. Um die 100 Festbesucher und Festbesucherinnen genossen den herrlichen Abend am Feuer, trotz einiger Corona-Einschränkungen. Dies waren etwas weniger Besuchende als üblich, auch weil die Bewohner und Bewohnerinnen des Pflegeheimes aus Sicherheitsgründen separat auf der Terrasse feierten. Die „Örgelifründe vom Galmguet“ eröffneten die Feier mit lüpfiger Schwyzerörgelimusik. Die Festrednerin Anja Lüth aus Cressier skizzierte in ihrer Festrede ihren Weg zum Schweizerpass. Aufgewachsen in der ehemaligen DDR hat sie Mauerfall und Wende erlebt, war „Melkerin mit Abi“, studierte noch Agronomie und kann heute beruflich ihre Passion leben als Herdenbuch-Leiterin beim Zuchtverband für Schweizer Sportpferde. Seit einem Jahr hat sie auch den Schweizerpass.  „Die Schweiz nimmt nicht jeden“! Es waren einige Hürden mit vielen Formularen und entsprechenden Prüfungen zu nehmen. Zum Abschluss teilte sie ihre Gedanken mit der Festgemeinde, was es bedeutet, wenn man zwei Heimaten hat. Sie sei stolz, Teil einer Demokratie zu sein, denn „obwohl es manchmal etwas länger dauert, sind die Entscheide doch nachhaltiger“, fand sie. 

Nach dem gemeinsamen Singen des Schweizer Psalms gab es wie üblich Bratwurst mit Kartoffelsalat. Da der Brunch des Pflegeheims abgesagt werden musste, konnte man für’s „Zmorge“ zu Hause Zopf oder Brot kaufen. Alle waren sich einig: zum Glück haben wir es gewagt! Schön war es, vor allem, dass wir dieses Fest gemeinsam mit vielen Freiwilligen aus den drei Dörfern und dem Team des Pflegeheimes machen können.