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Saisonrückblick Camping Muntelier: «Umsatzmässig das schwierigste Jahr bis jetzt»

Die Gastronomiebranche geht durch schwierige Zeiten. Obwohl das Camping Muntelier die Pandemie 2021 gut überstanden hat, sorgte das Hochwasser für grosse Probleme. Campingchef Martin «Bouze» Zbinden blickt auf eine durchzogene Saison zurück.

von Joel Rathgeb
am
Martin «Bouze» Zbinden blickt auf eine durchzogene Saison zurück.

Die Gastronomiebranche geht durch schwierige Zeiten. Obwohl das Camping Muntelier die Pandemie 2021 gut überstanden hat, sorgte das Hochwasser für grosse Probleme. Campingchef Martin «Bouze» Zbinden blickt auf eine durchzogene Saison zurück.

«Der Frühling war aufgrund des wechselhaften Wetters durchzogen. Dann kam die Sommersaison und wir wären voll ausgebucht gewesen. Leider machte uns das Hochwasser einen dicken Strich durch die Rechnung», erinnert sich Martin Zbinden. Von Ende Juli bis Ende Saison konnte man mit dem Zelt nicht mehr auf dem Campingplatz übernachten. Dies, weil die Zeltwiese, wie in den wenigsten Campings, direkt am Seeufer liegt. Natürlich war diese Wiese für mehrere Wochen unter Wasser. Danach war sie so beschädigt, dass keine Zelte mehr darauf stehen konnten. «Das sind immerhin 30 Parzellen, die in der Hauptsaison normalerweise komplett ausgebucht sind. Dazu kommt, dass diese Gäste dann auch im Restaurant fehlen», so Zbinden.

Solche Bilder waren diesen Sommer aufgrund des Hochwassers rar.

Zu allem Überfluss fiel Ende Juli während drei Wochen der Strom in der Küche aus. Dies zwang das Küchenteam, mit Gasfritteuse und reduziertem Angebot zu arbeiten. Mitte August, als das Hochwasser zurückging, konnte dies dann repariert werden.

Umsatzmässig war es das schwierigste Jahr seit meinem Start vor fünf Jahren.

Doch der Campingchef hat auch Positives zu berichten: «Der September war ein super Monat für uns. Da konnten wir fast ein bisschen von Corona profitieren, glaube ich. Denn wir haben ja fast nur Aussentische.» Zbinden merkt auch an, dass die Gäste nach diesem kalten Sommer wohl ein grösseres Bedürfnis nach Gastronomie gehabt hätten. Der Oktober war dann durchzogen, doch das sei keine Überraschung. Umsatzmässig sei es insgesamt das schwierigste Jahr, seit Martin Zbinden das Camping übernommen hat.
 
Im Winter muss nun die Zeltwiese fertig renoviert werden. Weiter ist man daran, sich auf den Winterzauber vorzubereiten. «Anderweitig gross zu investieren, liegt im Moment einfach nicht drin», so der 42-Jährige.