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Podiumsdiskussion zur Oberamtswahl: «Ich würde mit einem Kuchen kommen…»

Es steht nun fest, zur Wahl fürs Oberamt stellen sich vier Kandidat*innen. Bis zur Eingabefrist wurde keine weitere Kandidatur angemeldet. – So traf sich das vollständige Feld der Bewerber*innen am Dienstag zu einem weiteren und wohl letzten Podium.

von Alexander Schroeter
am
Moderation Chantal Müller (ganz rechts) und die vier Oberamtskandidierenden: Christoph Wieland, Marcel Burkhardt, Jean-Claude Goldschmidt und Julia Senti (v.l.n.r.).

Es steht nun fest, zur Wahl fürs Oberamt stellen sich vier Kandidat*innen. Bis zur Eingabefrist wurde keine weitere Kandidatur angemeldet. – So traf sich das vollständige Feld der Bewerber*innen am Dienstag zu einem weiteren und wohl letzten Podium.

Die SP und die Grünen See luden am 28. September alle vier Personen, die sich für das Oberamt interessieren, zu einem Podium in den Konzertsaal des Rathauses Murten. Zu den vier Kandidierenden gesellten sich rund 40 Personen, die der Einladung folgten. Durch die kurzweiligen knapp anderthalb Stunden führte die Grossrätin und Präsidentin der SP See, Chantal Müller.

Mit Schalk aber auch aufrichtigem Interesse an den Podiumsgästen gelang es Müller, die vier aus der Reserve zu locken. Etwa mit der Frage, mit welchem Tier sich die Kandidierenden identifizieren würde. Oder wie sich die Kandidierenden, so sie gewählt würden, den ersten Arbeitstag vorstellen.

Nicht verwunderlich, dass sich in diesem Punkt keine grossen Unterschiede zeigten. Aber immerhin: Julia Senti würde am Vorabend einen Kuchen backen und den mitbringen: «Ich backe gerne, und mit einem solchen Mitbringsel gelingt es sicher noch besser, eine Beziehung zu den künftigen Mitarbeitenden aufzubauen.»

Recht kontrovers wurde die Frage diskutiert, ob das Oberamt ausschliesslich etwas für Jurist*innen sei. Christoph Wieland und Julia Senti äusserten sich eher zustimmend, gehört es doch zum Alltagsgeschäft auf dem Oberamt, rechtsgültige Entscheide zu fällen. – Marcel Burkhardt und Jean-Claude Goldschmidt signalisieren, dass die Oberamtsperson auch zahlreiche Aufgaben wahrzunehmen habe, und für die juristischen Aspekte könne auf das Personal des Oberamtes zurückgegriffen werden.

Sympathischer Abschluss

Als Gesamteindruck des Abends nahmen wohl viele Gäste den Eindruck mit, dass es – wie auch immer das Resultat ausfallen wird – eine gute Anschlusslösung nach 25 Jahren Daniel Lehmann geben wird.

Nach dem Podium trafen sich alle Kandidat*innen und fast alle Gäste um einen grossen Tisch versammelt unter den Lauben im Stedtli Murten zu einem Schlummertrunk – so entspannt kann Wahlkampf sein.