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Neue seltene Bewohner im Papiliorama

Im Papiliorama in Kerzers sind neu auch Graue Vieraugenopossums zu sehen. Die kleinen herzigen Tierchen stammen aus Mittelamerika und sind ausser in Kerzers nur noch im Moskauer Zoo zu bestaunen.

von Marianne Oppliger
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Im Papiliorama in Kerzers sind neu auch Graue Vieraugenopossums zu sehen. Die kleinen herzigen Tierchen stammen aus Mittelamerika und sind ausser in Kerzers nur noch im Moskauer Zoo zu bestaunen.

Es ist kurz vor halb zehn Uhr morgens im Papiliorama. Bald geht das Licht aus unter der Kuppel des Nocturama. Für die Tiere beginnt jetzt gleich die aktivste Zeit des Tages – auch für die neuen Bewohner, die fünf Mitglieder einer Vieraugenopossum-Familie, die vor einigen Tagen ihr neues Revier im Seeländer Tropenhaus bezogen haben.

Wie alle tierischen Bewohner des Nocturama sind die Opossums nachtaktive Tiere. Nach Kerzers kamen die niedlichen Nagetiere, die zur Gattung der Beutelratten gehören, bereits vor über sechs Wochen. Seither lebten sie in der Quarantänestation. Seit letzter Woche nun durchstreifen sie ihr neues Quartier. Sie haben sich bereits gut eingelebt und sind sehr aktiv. Der Vater und zwei der Jungen sind offenbar Frühaufsteher und erkunden ihre Umgebung noch vor Einbruch der Nacht, während die Mutter mit dem dritten Jungen in ihrem Bau noch weiterschläft.

Die kleinen Nagetiere kamen durch einen glücklichen Zufall ins Papiliorama. Sie wurden von privater Seite angeboten und waren Teil einer reisenden Ausstellung; Vater und Mutter hiessen Crash und Eddie. Für das Tropenhaus war dies eine interessante Gelegenheit. Denn erstens stammen Opossums aus Zentral- und Südamerika und passen daher besonders gut ins Papiliorama, weil auch fast alle anderen tierischen Bewohner aus dieser Gegend sind. Zweitens werden Opossums nur sehr selten in Zoos gehalten.

Die grauen Vieraugenopossums, auch Vieraugenbeutelratten genannt, sind eine Gattung der Beutelratten. Ihren Namen verdanken die fast mausähnlichen Tiere den beiden hellen Flecken über ihren Augen. Vieraugenopossums können bis zu 33 Zentimeter lang und 700 Gramm schwer werden. Die nachtaktiven Tiere sind in Zentral- und Südamerika zwischen Mexiko und Argentinien heimisch und leben vor allem in tropischen Wäldern. Sie sind Allesfresser und ernähren sich sowohl von kleinen Wirbeltieren, Insekten und Würmern wie auch von Früchten und Blättern. Die Vieraugenbeutelratte kann äusserst aggressiv werden und wehrt sich mit Zischlauten und wilden Kämpfen gegen Feinde.

Für weitere Informationen steht Chantal Derungs vom Papiliorama unter 076 517 68 02 gerne zur Verfügung.