Im Auge des Sturms – Kellertheater Murten bereitet sich vor
Vom 1. Juli bis zum 6. August 2026 wird der Pfisternplatz in der Altstadt Schauplatz eines besonderen kulturellen Highlights: Das Kellertheater Murten präsentiert das Stück „Im Auge des Sturms“. Wo sonst das tägliche Treiben der Zähringerstadt herrscht, zieht für fünf Wochen die Welt des Dramas ein.
Vom 1. Juli bis zum 6. August 2026 wird der Pfisternplatz in der Altstadt Schauplatz eines besonderen kulturellen Highlights: Das Kellertheater Murten präsentiert das Stück „Im Auge des Sturms“. Wo sonst das tägliche Treiben der Zähringerstadt herrscht, zieht für fünf Wochen die Welt des Dramas ein.
Intensive Vorbereitungen im alten Saia Gebäude
Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Unter der Leitung von Regisseur Oliver Stein (Master of Arts, HKB) wird derzeit intensiv an der Umsetzung gefeilt. Das Projekt ist ein echtes Gemeinschaftswerk: Mehr als 50 Akteure treffen sich regelmässig im alten Saia Gebäude, um den Charakteren Leben einzuhauchen und die komplexen Szenen einzustudieren. Die grosse Anzahl an Mitwirkenden verspricht eine dynamische Inszenierung, die den historischen Pfisternplatz optimal nutzt. Für die Region Murten markiert dieses Freilichtspektakel einen kulturellen Höhepunkt im Sommer 2026, der Theaterbegeisterte von nah und fern anlocken dürfte.
Der Autor des Stückes «Im Auge des Sturms», Thomas Vaucher ist Musiker und Lehrer. Er schreibt in den Genres Historisches, Fantasy und Thriller, verfasst Sachbücher sowie Drehbücher für Theater/Musicals und wurde mehrfach ausgezeichnet.
Der Düdinger Autor Thomas Vaucher verknüpft historische Fakten mit dramatischer Bühnenkunst und steht für sein neuestes Werk sogar selbst im Rampenlicht. Die Geschichte der Murtenschlacht ist für Thomas Vaucher kein Neuland. Bereits im Jahr 2010 setzte er sich intensiv mit den Burgunderkriegen auseinander, als er seinen historischen Roman „Der Löwe aus Burgund“ veröffentlichte. Dieser fundierte Hintergrund gab den Ausschlag, als Markus Ith aus Murten bei ihm anfragte, ob er ein Stück für die anstehende 550-Jahr-Feier verfassen würde.
Ein Jahr Arbeit für den perfekten Text
Vaucher, der bereits Erfahrung als Dramatiker mitbrachte, sagte begeistert zu. Für das Jubiläumsstück „Im Auge des Sturms“ konnte er aus seinem umfangreichen Fundus an Recherchen schöpfen. Dabei flossen sowohl Passagen aus seinem eigenen Roman als auch Fakten aus Sach- und Geschichtsbüchern in das Skript ein. Nach einer dreimonatigen intensiven Schreibphase begann die Detailarbeit: Über ein Jahr hinweg traf sich der Autor regelmässig mit Regisseur Oliver Stein, um den Text zu verfeinern und anzupassen. Dieser Prozess ist auch während der aktuellen Proben nicht abgeschlossen; das Stück bleibt ein lebendiges Werk, das durch die Arbeit mit dem Ensemble stetig weiterentwickelt wird.
Besonders bemerkenswert: Thomas Vaucher lässt es sich nicht nehmen, bei der Uraufführung selbst mitzuwirken. Er wird Teil des Ensembles sein und zeigt sich tief beeindruckt vom Engagement der Beteiligten. Das gesamte Team sei hochmotiviert, die historische Bedeutung dieses Jubiläums mit Leidenschaft und Spielfreude auf die Bühne zu bringen.
Proben im Massstab 1:1: Die „virtuelle Bühne“ in der alten Saia
Damit bei der Premiere jeder Schritt sitzt, muss das Ensemble des Kellertheaters kreativ werden. Da die eigentliche Hauptbühne auf dem Pfisternplatz aus logistischen Gründen erst zwei Wochen vor den Aufführungen freigegeben wird, hat sich die Truppe in der alten Saia ein exaktes Abbild der Kulisse geschaffen.
Auf dem weitläufigen Boden des Industriegebäudes wurde der gesamte Schauplatz im Massstab 1:1 mit Klebefolien markiert. Diese „virtuelle Bühne“ ermöglicht es den Schauspielern, Laufwege und Positionen bereits jetzt millimetergenau einzustudieren. Als zusätzliche visuelle Orientierung dient eine detaillierte Makette des Spielplatzes. So können sich alle Beteiligten trotz der nüchternen Fabrikatmosphäre ihre späteren Einsatzorte in der Murtener Altstadt perfekt vorstellen.
Ein eingespieltes Team hinter den Kulissen
Damit eine Grossproduktion dieser Dimension reibungslos funktioniert, bedarf es einer klaren Führung und kreativer Köpfe im Hintergrund. Der Regisseur Oliver Stein versteht es dabei meisterhaft, das vielköpfige Schauspielensemble zu einer Einheit zu formen und die künstlerische Vision präzise umzusetzen.
Unterstützt wird er in der täglichen Arbeit von Martina Loesch, die als Regieassistenz die Fäden in der Hand hält. Für den organisatorischen Rahmen und einen reibungslosen Ablauf sorgt die Produktionsleiterin Gerti Haymoz, während Urs Ruprecht mit seiner Musik die passende atmosphärische Untermalung für das historische Spektakel schafft. Gemeinsam bilden sie das Rückgrat eines Projekts, das Murten in diesem Sommer kulturell prägen wird.
Das Rückgrat der Produktion: Organisation und Verpflegung
Hinter einem kulturellen Grossereignis wie „Im Auge des Sturms“ steckt eine enorme logistische Leistung. Eine zentrale Rolle spielt dabei Gerti Haymoz. Als Produktionsleiterin zieht sie im Hintergrund die Fäden und sorgt dafür, dass die komplexen Abläufe zwischen Regie, Technik und Ensemble reibungslos ineinandergreifen.
Doch nicht nur die Koordination der Akteure ist entscheidend, auch die Moral der Truppe muss stimmen. Hier kommt Marlis Plaen ins Spiel: Sie ist für den gesamten „Foodtrakt“ verantwortlich. Ihre Aufgabe ist es, das Team sowohl während der intensiven Probenphasen als auch an den langen Aufführungsabenden kulinarisch zu versorgen. Eine Aufgabe, die bei über 50 Mitwirkenden echtes Organisationstalent erfordert – denn ein sattes Ensemble probt und spielt bekanntlich am besten.
Tickets können direkt über die Webseite bestellt werden unter: www.murten1476.ch