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Eine Brücke schlagen zwischen der Industrie und den geschützten Werkstätten

Die Integration von Menschen mit einer Beeinträchtigung in den Arbeitsprozess ist eines der Ziele der Arbeitsgruppe «Industrie & geschützte Werkstätten». Dazu finden regelmässige Treffen statt.

von unsereRegion
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Die Arbeitsgruppe «Industrie & geschützte Werkstätten»

Die Integration von Menschen mit einer Beeinträchtigung in den Arbeitsprozess ist eines der Ziele der Arbeitsgruppe «Industrie & geschützte Werkstätten». Dazu finden regelmässige Treffen statt.

Letzten Freitag, den 14. Juni, fand in den Räumlichkeiten der Firma DIGI SENS Switzerland AG in Murten das achte Treffen der Arbeitsgruppe «Industrie & geschützte Werkstätten» statt. Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es, die Verbindung der geschützten Werkstätten mit der Industrie zu gewährleisten und zu verifizieren, ob und wie beeinträchtigte Personen in den Arbeitsalltag integriert werden können. Zudem bieten die geschützten Werkstätten Dienstleistungen an, von welchen die Industrie profitieren kann.

Reintegration in den ersten Arbeitsmarkt
Dazu hat Lucio Crivellotto, Standortleiter Atelier Murten applico, konkrete Beispiele: «Die Treffen ermöglichen eine Sensibilisierung der Industrie für bestimmte Anliegen unserer Klientel. Extramet und DIGI SENS stellen punktuell Arbeitsplätze zur Verfügung und ermöglichen somit eine graduelle Reintegration in den ersten Arbeitsmarkt. Gugler Elektronik arbeitet seit Jahren mit einer Stiftung aus der unmittelbaren Umgebung zusammen und SBS Mechantronics lagert immer wieder Aufträge an die SSB aus.»

Einsatz für die Region
Pascal Zwahlen, CSCO und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Firma DIGI SENS Switzerland AG ist bereits seit drei Jahren Mitglied dieser Arbeitsgruppe. Auch er hat gute Erfahrungen mit dieser Zusammenarbeit gemacht: «Ich bin sehr froh darüber, Teil dieser Arbeitsgruppe sein zu dürfen. Die Firma DIGI SENS Switzerland AG ist ein Familienunternehmen in Murten, welches sich stark für die Region und die regionalen Partner einsetzt.» Durch die Zusammenarbeit mit den geschützten Werkstätten konnten wir, auf der einen Seite, Teile für unsere Produkte anfertigen lassen, anderseits lassen wir seit Januar unsere Geburtstagsgeschenke für die Mitarbeiter bei der Applico Murten produzieren. Jedes dieser Geschenke sei von Hand gefertigt, so Zwahlen weiter, und somit ein Einzelstück. Dies komme den Mitarbeiter:innen sehr gut an.

Mitarbeitergeschenk der DIGI SENS, Murten.

«Weiter hatte ich im letzten Sommer die Möglichkeit, zwei beeinträchtigte Personen der Applico für zwei Wochen in der Produktion einzusetzen, was sich als voller Erfolg für beide Seiten herausgestellt hat. Wir werden auch in Zukunft vermehrt versuchen, solche Gelegenheiten zu nutzen, um uns gegenseitig unterstützen zu können.»

Alte Seilschaften
Was Pascal Zwahlen sehr gut gefällt, ist der Austausch mit den verschiedenen Industriepartnern, welcher zum Teil auf jahrelangen Bekanntschaften basiere. Richard Philippona von der SSB Schmitten beispielsweise sei sein Prüfungsexperte bei der Werkzeugmacher Lehrabschlussprüfung gewesen. «Andererseits haben ich und Pascal Süess von der Extramet AG bei der Düdal AG in Düdingen die Lehre absolviert. Mit Matthias Schafer, Marc Blanchard und Marc Schacher hat es sehr spannende Persönlichkeiten dabei, welche durch ihr Engagement stark dazu beitragen, dass sich diese Verbindung festigt und weiterentwickelt werden kann.»

DIGI SENS trifft den Nerv der Zeit
Die Treffen finden abwechslungsweise in einer geschützten Werkstatt oder in einem Industriebetrieb statt. Diese beinhalten in einem ersten Teil immer eine Besichtigung, entweder eines Partner-Dienstleistungsunternehmens oder des Unternehmens selbst. Bei diesem Treffen ermöglichte Pascal Zwahlen einen sehr eindrücklichen Einblick in die Firma DIGI SENS, welche mit ihren innovativen Produkten den Nerv der Zeit zu treffen vermag. Der anschliessende Austausch in ungezwungener Atmosphäre, war spannend und konstruktiv. Hauptthema war der Ausbau der Zusammenarbeit und die Wichtigkeit des Einbezugs des jeweiligen Beziehungsnetzes.

Am Schluss hatte die Arbeitsgruppe die Gelegenheit, sich noch mit dem CEO der Firma DIGI SENS Switzerland AG, Jürg Härtli, und einigen Verwaltungsräten der Firma auszutauschen. Dieses Signal zeigt auch, wie wichtig es der Firma ist, diese Zusammenarbeit zu fördern.

Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe ist für das Frühjahr 2025 geplant.

Die Arbeitsgruppe besteht aus folgenden Mitgliedern:

Seitens geschützte Werkstätten:

Lucio Crivellotto applico Murten (Standortleitung Atelier Murten)
Olivier Buehrer applico Schmitten (Standortleitung Atelier Schmitten)
Wendelin Schafer sseb Muntelier (Bereichsleiter Werkstätten)
Richard Philipona ssb Schmitten (Betriebsleitung Werkstätten Schmitten)

Seitens Industriebetriebe:

Marc Blanchard (Geschäftsführer) SBS Mechatronics
Pascal Süess (Direktor Produkterealisierung) Extramet AG
Matthias Schafer (Geschäftsleiter) Gugler Eektronik AG
Pascal Zwahlen ( CSCO und Mitglied der Geschäftsleitung) DIGI SENS Switzerland AG