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Das sagen die Restaurantbetreiber zu den neuen Massnahmen

von Guido Kaufmann
am
Gilbert Montani von der Brasserie ist enttäuscht über die neuen Massnahmen.

Am Dienstag, 3. November wurden vom Kanton Freiburg neue Massnahmen kommuniziert, die ab Mittwoch, 23 Uhr in Kraft treten (unsereRegion berichtete: Restaurants, Bars, Fitnesscenter und Schwimmbäder werden geschlossen). Die Betreiber der lokalen Gaststätten waren darauf vorbereitet, sind aber verständlicherweise trotzdem enttäuscht.
 
Für Timo Läderach, Food & Beverage-Manager vom Hotel Murten, kam der Entscheid nicht überraschend: «Nach den Schliessungen in den Kantonen Jura, Genf und Neuenburg war zu erwarten, dass Fribourg nachzieht». Man müsse nun das beste aus der Situation machen, erklärte er gegenüber unsereRegion. «Im Frühling haben wir die Zeit genutzt, um verschiedene Renovationen an den Böden, Tischen und der Beleuchtung im Restaurant vorzunehmen. Bereits morgen besprechen wir im Team, wie wir die nächsten vier Wochen nutzen können, damit die Zeit nicht ganz verloren ist», blickt er optimistisch in die Zukunft.

Auch für Gilbert Montani von der Brasserie Murten war der Lockdown abzusehen, trotzdem ist er enttäuscht. Man habe sich in den letzten Wochen an alle Vorschriften und Empfehlungen gehalten: «Wir hielten die Abstände ein, stellten überall Desinfektionsmittel zur Verfügung, das Personal trug stets Masken, wusch sich zig Mal pro Tag die Hände und wir vernichteten sogar jeden Abend die Menukarten». Und nun müsse man trotzdem schliessen, obwohl die Fallzahlen im Seebezirk wahrscheinlich viel tiefer seien als im Rest des Kantons, mutmasst er. Der Beschluss, die Restaurants zu schliessen, sei aber nicht nur für die Restaurants schlecht, sondern auch für die Geschäfte, da so automatisch weniger Leute ins Stedtli kämen. «Es ist schlimm, weil es langsam wieder aufwärts gegangen ist. Wir hatten viele Reservationen für die nächsten Tage und Wochen, die wir nun alle annullieren müssen», führt der Restaurantbesitzer mit unüberhörbarem Wehmut weiter aus.