Späte und unglückliche Niederlage für den FC Kerzers 1 gegen Tabellenführer Gumefens 0-1
Mit dem glücklichen 1:0-Sieg auf dem Erli hat Gumefens/Sorens einen weiteren Schritt Richtung Meistertitel getan. Kerzers hingegen hat sich endgültig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet.
Mit dem glücklichen 1:0-Sieg auf dem Erli hat Gumefens/Sorens einen weiteren Schritt Richtung Meistertitel getan. Kerzers hingegen hat sich endgültig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet.
Aufgrund der Spielanteile und der Torchancen hätte der FC Kerzers dieses Spitzenspiel der 2. Liga gegen Gumefens/Sorens eigentlich gewinnen müssen. Für ihre mangelnde Chancenauswertung in der ersten Stunde wurden die Seebezirkler dann aber in der Nachspielzeit bös bestraft. Einen Freistoss verwertete der Mittelfeldspieler Yoann Python via Lattenunterkante zum Siegestreffer und stellte damit das Geschehen auf dem Feld komplett auf den Kopf. Anstatt mit zwei oder gar drei Toren Differenz zu gewinnen, verliessen die Platzherren am Ende den Rasen mit hängenden Köpfen, während ein paar Meter weiter die Greyerzer den Sieg und ihren einzigen Torschützen lautstark feierten.
Durch die Niederlage muss sich der FCK endgültig aus dem Rennen um den Aufstieg verabschieden. Derweil machten die Gäste, die in dieser Saison bereits ihren dritten Sieg in der Nachspielzeit realisierten, einen weiteren Schritt in Richtung Meistertitel und Aufstieg.
Gumefens’ defensive Schwächen nicht ausgenutzt
In der ersten Halbzeit und auch zu Beginn der zweiten war auf dem Kunstrasen im Erli das Rotzetter-Team klar tonangebend. Kerzers agierte viel zielstrebiger, gewann die meisten Zweikämpfe und erarbeitete sich auch die klareren Torchancen. «Eigentlich hatten wir da genug Möglichkeiten, um dieses Spiel früh zu unseren Gunsten zu entscheiden», bedauerte ihr Trainer nach der Niederlage selbstkritisch. Dabei dachte er in erster Linie an die zwei Möglichkeiten von David Künzi in der ersten Halbzeit. Einmal steuerte der Stürmer allein auf den Goalie zu, brachte aber den Ball nicht an ihm vorbei (39.). Und dann war da auch Milo Schwander, der kurz nach dem Seitenwechsel nur an den Pfosten anstatt zur längst verdienten Führung traf. In dieser Phase zeigte der Leader aus Gumefens/Sorens unglaubliche defensive Mängel und hatte es nur seinem Schlussmann Damien Tercier zu verdanken, dass er nicht hoffnungslos zurücklag.
Kerzers konnte viele Torchancen nicht nutzen, so wie Milo Schwander (in Rot), der an Goalie Damien Tercier scheitert.
Gegen Ende des Spiels liess der FC Kerzers dann aber etwas nach, nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Ausser ein paar Läufe ins Abseits sahen die wenigen Zuschauer von ihrer Truppe nur noch wenig in diesem Spitzenspiel. Auch die fünf Einwechselspieler und Goalgetter Diogo Freitas Ribeiro blieben an diesem Samstagabend im Offensivbereich eher blass. Es schien, als hätte man gegen Ende des spannenden Spiels das offensive Potenzial schon aufgebraucht. Dazu gesellte sich wohl auch der Frust über die vielen verpassten Möglichkeiten.
Wie ein Stich ins offene Herz
Das glückliche 1:0 in der Nachspielzeit war dann für Kerzers wie ein Stich ins Herz, denn praktisch mit der ersten richtigen Torchance gingen die Gäste in Führung. «Ein Unentschieden hätte uns ja auch nichts genützt, aber diese Niederlage tut trotzdem weh», sagte Rolf Rotzetter nach dem Match. Ganz anders war natürlich die Gemütslage beim einzigen Torschützen Yoann Python: «Bei uns läuft es wie etwa beim FC Thun in dieser Saison einfach super. Wir gewinnen auch solche Spiele wie heute, wo wir nicht besser waren als der starke Gegner. Nach der Pause kamen wir besser ins Spiel, aber mehr als einen Zähler hätten wir dieses Mal eigentlich nicht verdient. Aber jetzt wollen wir den Titel holen und aufsteigen.»
Zählen konnten die Gäste neben ihrem Goalie vorweg auf Spielmacher Nassim Zitouni und seinen gefährlichen Flügel Fabio Mazzoccato. Dazu kam natürlich noch Torschütze Yoann Python, einem von vielen jungen Spielern im Siegerteam.
Jetzt der Cupfinal
Die Enttäuschung beim FC Kerzers und seinem treuen Anhang nach dem Spitzenspiel war verständlich, hatte man es doch verpasst, sich für die lange Zeit gute Arbeit mit Punkten zu belohnen. Aber das grosse Ziel des Clubs um Coach Rolf Rotzetter steht ja mit dem Freiburger Cupfinal am kommenden Mittwoch gegen Sense-Oberland erst noch an: «Jetzt geht es vorweg darum, den unglücklich verlorenen Match möglichst schnell zu vergessen und uns optimal auf den Final vorzubereiten.»