Dem Generalrat wird eine abgespeckte Kultur- und Sporthalle präsentiert
In der Generalratssitzung vom Mittwochabend, dem 25. September 2024, ging es vor allem um drei Themen: die Geschäftsöffnungszeiten, das Geschäftsmodell der IB Murten und wie so häufig die geplante Kultur- und Sporthalle.
In der Generalratssitzung vom Mittwochabend, dem 25. September 2024, ging es vor allem um drei Themen: die Geschäftsöffnungszeiten, das Geschäftsmodell der IB Murten und wie so häufig die geplante Kultur- und Sporthalle.
Der neue Generalratspräsident Simon Pfister leitete seine erste Sitzung. Murten gilt neu als ganzjährig touristisches Gebiet. Dies besagt das revidierte Reglement des Kantons über den Handel und die Geschäftsöffnungszeiten. Somit kann Murten nicht nur in der Sommersaison von April bis Oktober, sondern auch während dem Winter länger und an Sonn- und Feiertagen die Geschäfte öffnen. Stadtpräsidentin Schlüchter betonte, dass dies zahlreiche wirtschaftliche und kulturelle Vorteile hat. Zudem werde keine Tourismustaxe für Betriebe, die vom Tourismus direkt profitieren, erhoben. Doch es gibt auch kritische Stimmen zum neuen Reglement. Karl-Heinz Camp (SP) erwähnte, dass der Legislative durch den Zeitdruck, das neue Reglement einzureichen, gar keinen Spielraum bleibt, das neue Reglement zu prüfen. Trotzdem stimmten alle Generalräte dem neuen Reglement zu.
Das Geschäftsmodell der IB Murten
Susanne Castelli-Schwill (SVP) hatte in der letzten Sitzung die Frage an den Gemeinderat gestellt, ob die IB Murten in der aktuellen Situation noch wettbewerbsfähig sind und ob es sich lohnt, eine eigenständige Energiefirma zu betreiben. Gemeinderat Aebersold betonte, dass diese Fragen schon länger auf dem Radar des Gemeinderats sind. Dies, weil die Stadt Murten an den IB Murten beteiligt ist. Die Frage der Strombeschaffung sei das erste Mal im September 2022 aufgekommen. Dies, weil sich die Preise der IB Murten verdoppelt hatten. Es sei normal, sich in solchen Phasen diese Fragen zu stellen. Doch in der Zwischenzeit hat sich die Situation normalisiert und die Preise seien am Markt wieder heruntergekommen. So hätten grosse Betriebe mit eigenen Anlagen (AKW, Wasserkraftwerke etc.) keine Vorteile mehr gegenüber kleinen Betrieben wie den IB Murten, die ihren Strom am Markt einkaufen. So lautete seine Schlussfolgerung, dass die Strategie einer eigenen Energiefirma sich bewährt habe.
Kultur- und Sporthalle
Hier ging es erstmal nur um eine weitere Information von Seiten des Gemeinderates. In der Sitzung vom Mai wurde bekannt, dass die Kosten unerwartet hoch ausfallen könnten. Gemeinderat Colopi informierte, dass deshalb auf das Bürogeschoss verzichtet werde. Zudem werden die Parkplätze auf ein Minimum reduziert. Der Kultursaal wird eine maximale Kapazität von 350 – 400 anstatt den geplanten 500 aufweisen. Auch soll auf einen Mehrzweckraum im Erdgeschoss verzichtet werden und die Anzahl Nebenräume wird reduziert. Als nächsten Schritt sollen diese Projektänderungen auf ihre Machbarkeit überprüft werden. So können dann auch die daraus entstehenden Kosten neu geschätzt werden. In der nächsten Sitzung sollen bereits neue Informationen und eine Kostenschätzung vorliegen.