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Pflegeheim Courtepin und «de cœur en cœurs» schicken Pflegemobiliar nach Kamerun

von unsereRegion
am
Edwige Rossier freut sich, ihrem Heimatland helfen zu können.

Die Infrastruktur des Home St-François in Courtepin entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen und dem Standard für Pflegeheime. Deshalb wurde anlässlich der Delegiertenversammlung des Gesundheitsnetzes See im Juni 2017 ein Baukredit von 10'000'000 CHF genehmigt. Heute ist es endlich soweit und das Home St-François steht kurz vor dem Spatenstich für den Um- und Anbau.

Der Geschäftsleiter des Pflegeheimes, Herr Nicolai Peider hat nun das veraltete Pflegemobiliar dem Verein «de cœur en cœurs» geschenkt. Frau Edwige Rossier, gebürtige Kamerunerin, arbeitet seit 2015 im Home St-François und engagiert sich für den Verein, welcher zum Ziel hat, bedürftige Menschen oder Institutionen in ihrem Heimatland Kamerun zu unterstützen.

Das Gesundheitsnetz See (GNS) hat ein kurzes Interview mit Frau Rossier geführt.

GNS: Guten Tag, können Sie sich kurz vorstellen?

Edwige Rossier: Hallo! Mein Name ist Edwige Rossier, ich wohne in Cottens im Kanton Freiburg und arbeite seit 2015 im Home St-François in Courtepin.

GNS: Wo befindet sich der Verein «de coeur en coeurs»?

Edwige Rossier: Der Verein hat seinen Sitz in der Schweiz, wir sind nur drei Personen, die diese Institution auf freiwilliger Basis betreuen.

GNS: Was ist Ihre Aufgabe in diesem Verein?

Edwige Rossier: Das Hauptziel ist es, Menschen oder Institutionen in Not in meinem Heimatland Kamerun zu helfen. Zum Beispiel: mit Büromaterial, Schulmaterial, Kinderspielzeug, Geldspenden und, wenn nötig, auch das Bauen von Wasserbrunnen.

GNS: Warum dieser Verein und nicht ein anderer?

Edwige Rossier: Es ist für mich eine Möglichkeit, Menschen in Not aus meiner Kultur zu helfen. Ich bin von diesem Verein besonders berührt, weil sie Kamerun unterstützen. Ich betrachte diese Mission ein wenig als eine Pflicht! Eine meiner Prioritäten ist es, meinem Geburtsland zu helfen.

GNS: Wie lange arbeiten Sie schon mit dieser Gemeinschaft zusammen?

Edwige Rossier: Offiziell seit 2010. Aber ich habe schon lange vor 2010 "Missionen" durchgeführt. Ich habe versucht, so viel zu tun, wie ich konnte.

GNS: Wer sind die Begünstigten?

Edwige Rossier: Das hängt von der Mission ab, aber in diesem Fall ist es für Krankenhäuser und Gesundheitszentren im Distrikt Bengbis. Es handelt sich um eine Gemeinde in Kamerun, die in der südlichen Region und im Departement Dja-et-Lobo liegt.

GNS: Welche Ausrüstung hat Ihnen das Heim St-François in Courtepin angeboten?

Edwige Rossier: Das Pflegeheim von Courtepin stellte uns folgendes zur Verfügung: mehrere Schürzen, einen Rollstuhl, zwei Rollatoren, zwei Liegestühle, vier Schutzstangen für die Betten, fünfunddreißig Esszimmerstühle und etwa dreißig isothermische Boxen für den Transport von Mahlzeiten.

GNS: Wie haben Sie den Transport des Materials von der Schweiz nach Kamerun organisiert?

Edwige Rossier: Der Transport des Materials erfolgt per Schiff, genauer gesagt per Container, wir bezahlen pro m3. Ich möchte erwähnen, dass ich den Transport vollständig aus meiner eigenen Tasche bezahle. Deshalb versuche ich, so viel wie möglich in Massen zu versenden.

(eingesandt)