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Wir sind die Sternsinger!

von unsereRegion
am

«Wer möchte klingeln?», «Ich!", ruft Elisa. Ein Knacken an der Gegensprechanlage verrät, dass jemand zu Hause ist. «Ja, wer ist da?» «Wir die Sternsinger, wir bringen den Segen.» Stille, dann ein Licht im Gang und etwas später öffnet sich die Haustür. Ein Mann schaut überrascht. «… Was für ein königlicher Besuch?» Die Sternträgerin Emilie beginnt mit ihrem Spruch. Nach einem Lied kommen noch Raphaël, Tadeas und Elisa, verkleidet als die drei Könige, mit Reimversen zu Wort. Am Ende bringen die Sternsinger den Segen "20*C+M+B+20" am Türrahmen an. CMB steht nicht für Caspar, Melchior und Baltasar, sondern für «Christus Mansionem Benedicat», übersetzt ins Deutsche «Christus, segne dieses Haus».

Am Ende sammeln die Kinder noch für das Kinder- und Jugendprojekt in Libanon, welches das Zusammenleben und den Frieden zwischen den vielen verschiedenen Religionen fördert. Aus diesem speziellen Anlass trugen die Kinder in diesem Jahr auch das Friedenslicht aus Betlehem in einer Laterne mit und boten es zum Teilen an.

Am Samstag, 11. Januar waren in Murten, Kerzers und Umgebung Murten 13 Gruppen unterwegs. Das sei toll, freut sich Lukas Hendry, Verantwortlicher des Sternsingens in der Pfarrei Murten. Besonders freut ihn, dass sich in diesem Jahr gleich zwei französische Gruppen auf den Weg gemacht haben. Dank dem Engagement von Frau Elisabeth Peham, konnte dies in diesem Jahr umgesetzt werden. Nach der zweisprachigen Aussendungsfeier schwärmten die acht Gruppen von Murten in die verschiedenen Quartiere aus, eine fuhr sogar bis nach Courgevaux. Die Gruppen erlebten unterschiedliche kleine Geschichten, die sie beim Eintrudeln im Pfarrhaussaal um 18 Uhr zum Besten gaben. Nach vier Stunden unterwegs, freuten sich nun alle auf die Pizzas und dem Film.

Die Aktion Sternsingen gibt es in der Pfarrei Murten seit 2015. Damals starteten wir mit zwei Gruppen. Seit 2017 werden die Sternsinger von den Kommunionkindern im Rahmen der Vorbereitung verstärkt. Die Kinder können sich so solidarisch beteiligen und anderen Kindern in fernen Ländern helfen. Zudem fördert es die Gemeinschaft untereinander und sie erleben dabei, dass das Katholischsein nicht nur aus Gottesdiensten besteht. Die Gruppen werden von Katechetinnen und von Eltern der Kindern begleitet. «Es ist jedes Mal eine Freude, dass sich Eltern der Kommunionkindern für die Begleitung einer Gruppe melden. Dadurch lernen wir die Eltern etwas näher kennen und umgekehrt», sagt Tiziana Volken, die seit 2015 im Projekt mithilft.
 
Lukas Hendry