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Repetitives Testen an der OSRM – Ein Rückblick auf die ersten fünf Wochen

Seit dem 1. September 2021 führt die Orientierungsschule der Region Murten (OSRM) jeden Mittwoch das sogenannte repetitive Testen durch. Nach einem Monat kann eine positive Bilanz gezogen werden. Schuldirektor Iwan Volken hat gegenüber unsereRegion Auskunft gegeben.

von Joel Rathgeb
am

Seit dem 1. September 2021 führt die Orientierungsschule der Region Murten (OSRM) jeden Mittwoch das sogenannte repetitive Testen durch. Nach einem Monat kann eine positive Bilanz gezogen werden. Schuldirektor Iwan Volken hat gegenüber unsereRegion Auskunft gegeben.

Das repetitive Testen funktioniert so: Die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrpersonen, die weder geimpft noch genesen sind und keine Symptome aufweisen, geben eine Speichelprobe ab. Diese Speichelproben werden dann in sogenannten Pools von fünf bis zehn Personen gemischt. Die Pools gehen dann ins Labor, wo sie getestet werden. Sollte ein Pool positiv ausfallen, werden direkt die Eltern der Jugendlichen im Pool informiert. Diese Jugendlichen müssen dann erneut einen Speicheltest machen, diesmal aber individuell. Dieses Vorgehen wird im ganzen Kanton Fribourg angewendet.

So läuft es in der OSRM

In der OSRM fand am Mittwoch, 1. September 2021 die erste Runde der repetitiven Tests statt. «Immer mittwochs können sich die Schülerinnen und Schüler und Lehrpersonen freiwillig testen lassen, die weder geimpft noch genesen sind. Pro Durchgang machen jeweils 300 bis 400 von insgesamt rund 700 Personen an der Schule mit», gibt Iwan Volken Auskunft. Dabei werden rund 40 Pools erstellt, die zwischen fünf und zehn Speichelproben enthalten. Wer an den repetitiven Tests teilnimmt (oder geimpft oder genesen ist), hat einen entscheidenden Vorteil: Er oder sie muss nicht in Quarantäne, wenn ein positiver Fall innerhalb der Klasse auftritt.

Bisher sieben positive Pools

Die Anzahl der positiven Pools lag in der ersten Woche der Durchführung bei null, in der zweiten bei zwei und in der dritten bei vier. In der vierten Woche wurden erneut keine Pools positiv getestet und in der fünften Woche wurde ein positiver Pool festgestellt. «Damit sind wir sehr zufrieden, denn ein positiver Pool bedeutet ja noch nicht, dass eine ganze Klasse in Quarantäne muss», so Volken. Dies ist erst ab drei positiven Fällen innerhalb einer Klasse der Fall. Wenn nur eine Schülerin oder ein Schüler positiv ist, empfiehlt das Kantonsarztamt das Tragen einer Maske. Bei zwei positiven Fällen wird das Maskentragen in der betroffenen Klasse während zehn Tagen zur Pflicht.

Diverse Vorteile

Das Vorgehen des repetitiven Testens hat mehrere Vorteile: Die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrpersonen müssen keine Masken mehr tragen, solange sie nicht zu einem positiven Pool gehören oder zwei positive Fälle innerhalb ihrer Klasse auftreten. Zudem gibt es weniger kollektive Quarantänen. Iwan Volken erklärt: «Das Ziel davon ist es, den Unterricht nach Stundenplan möglichst zu normalisieren. Dazu gehört, die Klassen wieder mehr zu mischen.»
 
Das repetitive Testen wird vorerst bis zu den Herbstferien durchgeführt. Ob es danach weitergeführt werden wird, ist noch offen.