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"Murten did it again": Nummer 1 beim UBS Wohnattraktivitätsindikator

Diese Woche hat die Grossbank UBS ihren Wohnattraktivitätsindikator veröffentlicht. Murten ist Nummer 1 in punkto Wohnattraktivität in der Region Bern.

von Rainer Menning
am
Murten aus der Vogelperspektive (Foto: Thomas Aebischer)

Diese Woche hat die Grossbank UBS ihren Wohnattraktivitätsindikator veröffentlicht. Murten ist Nummer 1 in punkto Wohnattraktivität in der Region Bern.

Ja, in der Region Bern. Die UBS hat die Schweiz in 13 Regionen eingeteilt und Murten der Region Bern zugeteilt (siehe Karte unten). Ein Trostpflaster bleibt: Murten ist auf Rang 1 und die Stadt Bern lediglich auf Platz 2. 

Attraktive, aber hochpreisige Wohnorte
Die im Wohnattraktivitätsindikator bestplatzierten Wohngemeinden sind häufig ein teures Pflaster, schreibt die UBS in einer Medienmitteilung. Ihre Attraktivität mache sie seit jeher zu einem begehrten Wohnort, was die Immobilienpreise in die Höhe treibe. Doch für diese hohen Wohnkosten wird auch etwas geboten. So zeichnen sich die höchstplatzierten Gemeinden durch eine hervorragende Infrastruktur aus. Dazu gehören ein breites Spektrum an Geschäften, eine gute medizinische Versorgung und schnell erreichbare Schulen sowie Kinderbetreuungs-Einrichtungen. Auch das Freizeitangebot – von zahlreichen kulturellen Einrichtungen über vielfältige Sportmöglichkeiten bis hin zu ausgedehnten Park- und Erholungsflächen – ist in den attraktivsten Gemeinden vielfältig. Dies spricht auch für die Gemeinde Murten, aber wie kam Murten zu dieser Ehre.

Methodik – Wohnattraktivität auf drei Säulen
Der Wohnattraktivitätsindikator der UBS berechnet, wie attraktiv eine Gemeinde als Wohnort für Familien mit zwei Kindern ist. Zur Ermittlung des Indikators wird für jede Gemeinde und jeden Haushaltstyp ein gewichteter Durchschnitt aus drei thematischen Säulen (Infrastruktur, Freizeit und Wohnkosten) basierend auf insgesamt 35 Variablen ermittelt. Dabei erhalten die Wohnkosten ein höheres Gewicht, je niedriger das Haushaltseinkommen ist. Die Säulen Infrastruktur und Freizeitangebot fliessen mit gleichem Gewicht ein.

Oberamtsman Wieland "amused"
"Kein Schönheitsranking, sondern ein präziser Wohnattraktivitätsindikator", kommentierte Oberamtsmann Christoph Wieland gestern auf den Sozialen Medien das Ergebnis. Die Gemeinden Murten und Mont-Vully haben es in die Top 10 geschafft. Murten glänze auf Rang 1, sogar vor der Bundeshauptstadt, während sich Mont-Vully den 7. Platz sichere, so Wieland erfreut und weiter: "Ein Beweis dafür, dass Lebensqualität und Schönheit auch abseits der Grosszentren zu finden sind und der Seebezirk sich mit den Grossen messen kann."

Karte UBS Wohnattraktivitätsindikator