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Weihnachtszeit ist Abfallzeit

von Karin Ledermann
am

Abfallentsorgung im Werkhof am Samstagmorgen: Gewissenhaft werden Glas, Alu, Papier und Pet in verschiedene Container geworfen. Sicher, so überlege ich mir, sind um die Weihnachtszeit die Abfallberge noch grösser, man denke bloss an all das Verpackungsmaterial.
 
Parfums zum Beispiel, aber auch Schmuck, Spielsachen oder ein simpler Kugelschreiber sind meist in ein Cellophan geschweisst (ein äusserst strapazierfähiges, sich seiner Entfernung oft heftig widersetzendes Material), anschliessend werden sie in eine Schachtel gesteckt und bekommen zum Schluss nochmals eine Plastikummantelung. Sogar Lebensmittel werden zuweilen so verpackt, als steigerte das ganze Drumherum ihren Wert. Am Päcklistand wird das Parfum oder der Fernseher in bunt bedrucktes Weihnachtspapier gewickelt, mit einem goldenen Band dekoriert, und dann wird das Geschenk in eine Papier- oder Plastiktüte gesteckt. Es ist unbestritten, diese Päckli sehen hübsch aus unter dem Weihnachtsbaum, aber eigentlich sind sie mehr Abfall als Inhalt.
Apropos Weihnachtsbaum: der muss nach Weihnachten auch entsorgt werden!
Ein Mitarbeiter des Werkhofs verneinte allerdings meine Vermutung, dass nach Weihnachten mehr entsorgt werde. Ich bin überrascht und komme nicht umhin, mich zu fragen, ob dies so ist, weil eine Schachtel oder hübsches Papier mehr als einmal Verwendung findet oder weil (zu) viel einfach im Hauskehricht landet.