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Vermischtes /Kommentar
Joel Rathgeb

In Zeiten wie diesen – Sonnenstrahlen wirken Wunder

Wie verändert sich unser Leben in der Zeit von Corona? Unsere Regionauten berichten darüber. In diesem Beitrag erzählt unser Community-Koordinator, wie er die Umstellung aufs Homeoffice erlebt hat.

Wie verändert sich unser Leben in der Zeit von Corona? Unsere Regionauten berichten darüber. In diesem Beitrag erzählt unser Community-Koordinator, wie er die Umstellung aufs Homeoffice erlebt hat.

Für viele Menschen auf der Welt war der Anfang der Pandemie ein Schock, der ihr Leben innert Tagen grundlegend verändert und zum Teil sogar ihre Existenz in Frage gestellt hatte. Millionen Menschen auf der ganzen Welt wurden innert Tagen entlassen oder ihr Coiffeur, Restaurant oder Marktstand hatte keine Kunden mehr. In der Schweiz sollten wir deshalb zuallererst dankbar sein, dass es uns weiterhin gut geht, wie ich finde.
 
Mein Leben als Student hat das Virus nur bedingt verändert. Im Frühling konnte ich nicht mehr nach Bern zur Universität, sondern musste auf Fernstudium umstellen. Eine Umstellung war das für mich kaum, hatte ich doch schon früher viele Vorlesungen zuhause am Computer «besucht». Auch meinen Teilzeitjob als Community-Koordinator von unsereRegion konnte ich bequem von zuhause aus erledigen.
 
Trotzdem bemerke ich die Veränderungen. Die Treffen mit Arbeitskollegen und Mitstudenten, Freunden und Familienmitgliedern fehlen mir. Im Frühling glich ich dies teilweise mit Spaziergängen und Velotouren in der Natur aus. Im Herbst ist das aufgrund des Nebels und der kalten Temperaturen schon schwieriger und weniger motivierend. Wenn am Mittag trotzdem mal die Sonne durchkommt, dann nutze ich die Chance und setze mich für eine Viertelstunde auf die Terrasse. Das wirkt Wunder, glauben Sie mir!
 
Etwas ist mir zudem aufgefallen: Während ich mir die gleichen Einschränkungen auferlege wie schon im Frühling, bemerke ich, dass mein Umfeld deutlich weniger vorsichtig ist. Viele hatten im Frühling eine gewisse Angst vor dem Virus, die ein halbes Jahr später fast ganz verflogen ist. Dementsprechend weniger diszipliniert sind viele Menschen auch mit den Vorschriften. Dies zeigt mir wieder einmal, dass die stärkste Motivation des Einzelnen in dieser Situation der Selbstschutz darstellt und nicht die Solidarität, die viele gross anpreisen. 

Möchten auch Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Leuten aus der Region teilen? Wir freuen uns auf Ihren Text an .