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Vermischtes /Kolumne
Kathrin Aebi

Antwort auf die Kommentare zum Leserbrief «Wer trägt die Schuld? Konsumenten, Händler oder Politiker?»

Liebe Leserinnen und Leser. Auf meine Kolumne "Wer trägt die Schuld? Konsumenten, Händler oder Politiker?" vom 20. Juli 2020 sind zahlreiche Kommentare eingegangen, über die wir, das Redaktionsteam von «unsere Region» und ich, uns sehr gefreut haben. Auf einige möchte ich kurz eingehen:

Martin* erinnert uns daran, dass es in Deutschland seit 2003 einen Flaschen- und Dosenpfand gibt. Massgeblich dafür gesorgt hat der damalige Grüne Umweltminister Jürgen Trittin (von 1998-2005) auf der Grundlage der Verpackungsverordnung von 1991, die die Einführung eines Pfandes auf Einweg-Getränkeverpackungen vorschrieb. Berichte aus dem Nachbarland belegen, dass sich mit der Einführung des Pfands in punkto Littering viel geändert hat. Die Städte und Gemeinden wurden sauberer, aus dem einfachen Grund, dass alles, was etwas kostet, einen Wert hat und niemand einfach so 0,25—0,50 € (Pfand) wegwirft. Landet doch mal eine PET-Flasche oder eine Alu-Dose in einem Abfallkübel, z.B. auf den Bahnhöfen, dann kommen Menschen, die diese herausholen und sich das Pfand abholen. Sicher hat der eine oder andere Leser bei seinem Besuch in Deutschland ähnliches erlebt. Demzufolge wäre mit den gleichen Auswirkungen auch hierzulande zu rechnen, wenn …

Annika* hat die Abfallberge auf der Pantschau nicht nur am Pfingstwochenende gesehen und war zutiefst «verärgert» über das Verhalten der «KonsumentenInnen», die die Einwegverpackungen dort haben liegen lassen. Ich möchte ergänzen, dass es am Rand der Pantschau viele Kübel gibt für unterschiedliche Materialen zum Sortieren. Ich habe zu Pfingsten so viele Menschen auf der Pantschau sitzend, liegend, spielend, spazieren gehend gesehen wie im Sommer am Mittelmeer. Die Wiese hat danach entsprechend ausgesehen. Herr Bruno Bandi, Stadtschreiber von Murten, hat sich Ende Juni zur Umsetzung des Gesetzes gegen Littering geäussert und eine «schärfere Gangart» angekündigt.

Bärbel* schrieb uns, dass mehr Abfallkübel aufgestellt werden sollten. Im Umkreis der Pantschau finde ich, dass es ausreichend Abfallkübel gibt, auch entlang der Strandpromenade bis zum Bad Muntelier. Welche Region sie konkret meint, wo es zu wenig Entsorgungsmöglichkeiten gibt, hat uns Bärbel* leider nicht mitgeteilt. Bei Kommentaren dieser Art wäre ich künftig dankbar, dass konkretere Angaben gemacht werden, die ich dann an die Gemeinde weiterleiten kann.

*Namen wurden durch die Redaktion geändert