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Brechbühl: «Die Soli lassen wir uns nicht ganz nehmen!»

von Marianne Oppliger
am

«Murte, d Soli lö mir üs nid ganz la näh», meinte der sichtlich gerührte Stadtamman Christian Brechbühl nach dem von der Stadtmusik gespielten Solennitätslied beim mittleren Brunnen im Stedtli.

«Zum allerschönsten Tag im Jahr, zieht Band und Blumen in das Haar» ertönte es in der Hauptgasse. Die Bevölkerung sang das auf Flugblättern verteile Solennitätslied mit Andacht mit und die Tambouren umrahmten die kurze Gedenkfeier an die Schlacht bei Murten 1476 mit ihrem motivierten Trommelspiel.

Die Kaderprüfungen für die diesjährige Soli wurden vergangenen Samstag in verkürzter Form durchgeführt (unsereRegion berichtete: Die 10-stündige Kaderprüfung hatte es in sich) und die fünf ersten Ränge der sportlichen Jugendlichen wurden verkündet, von denen drei anwesend waren. Den ersten und zweiten Rang besetzten die Zwillinge Tobias und Florian Nagel aus Murten (unsere Region berichtete: Tobias Nagel ist der neue Kadettenhauptmann - knapp vor Zwillingsbruder Florian).

Zur Minifeier gehörten natürlich auch die dekorierten Brunnen, die dieses Jahr in bescheidenem Rahmen trotz Festabsage geschmückt wurden (unsereRegion berichtete: Farbenfrohe Freude am inoffiziellen Brunnenfest). Die Feierlichkeiten zeigten auf, dass Murten mit der Solennität sehr verbunden ist und diesem seit 185 Jahren kultivierten Fest treu bleibt und es mit ganz viel Herzblut aufrecht hält und pflegt. 2020 ist das erste Jahr, in dem die Soli abgesagt wurde und das ist doch ein grosses Ereignis! Doch wie eingangs gesagt:

Murte, d Soli löh mir üs nid ganz la näh!