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Pantschau gesperrt – Stadtpolizei sorgt für Ordnung

von Joel Rathgeb
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Seit einigen Tagen sind grössere Versammlungsorte gesperrt – so auch die Pantschau am Murtner Seeufer. Am sonnigen Mittwochnachmittag waren natürlich viele Menschen trotzdem dort und genossen die Sonne. Diese wurden dann von der Stadtpolizei Murten weggeschickt. Bussen verteilt wurden keine. «Leute, die sich für längere Zeit niederlassen, fordert die Polizei freundlich auf, den Platz zu verlassen. Sonst sind sehr schnell zu viele Menschen auf der Pantschau. Durchgehen ist jedoch weiterhin kein Problem», erklärt Stadtschreiber Bruno Bandi auf Anfrage. Er verstehe, dass nicht alle damit einverstanden seien. Bandi: «Es ist für uns schwierig, einen Kompromiss zu finden. Wir wissen natürlich, dass die Leute solche Aktivitäten vermissen werden. Oberste Priorität hat im Moment jedoch die Gesundheit der Bevölkerung.»

Was ist noch erlaubt?

Viele Menschen wissen im Moment nicht mehr, was erlaubt und was verboten ist. Im Moment herrscht ein Versammlungsverbot ab 50 Personen, das vorläufig bis zum 19. April gilt. Wird dieses Verbot vorsätzlich von Veranstaltern verletzt, zögert die Kantonspolizei nicht, dies zur Anzeige zu bringen, wie sie in einer Pressemitteilung schreibt. Sich draussen aufzuhalten, ist weiterhin ohne Begründung erlaubt. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt ausdrücklich, keine Gruppen mit mehr als fünf Personen zu bilden. Um ein Verbot handelt es sich dabei aber nicht.

UPDATE

Am 20. März 2020 um 15.00 Uhr verbietet der Bundesrat offiziell Ansammlungen von mehr als 5 Personen. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Ordnungsbusse rechnen.