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WABE Deutschfreiburg im Jubiläumsjahr

Schwerkranke und sterbende Menschen in der Nacht begleiten, ihre Angehörigen entlasten und Trauernden den Verlust eines Angehörigen etwas erleichtern. Dies ist das Credo der Vereinigung Wachen und Begleiten WABE Deutschfreiburg. Seit nunmehr drei Jahrzehnten.

von unsereRegion
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Das Gründungsteam von 1989. Von links nach rechts: Marianne Fässler, August Oberson, Rita Wicky-Berni und Bruno Weber. (Foto: stemutz.com)

Schwerkranke und sterbende Menschen in der Nacht begleiten, ihre Angehörigen entlasten und Trauernden den Verlust eines Angehörigen etwas erleichtern. Dies ist das Credo der Vereinigung Wachen und Begleiten WABE Deutschfreiburg. Seit nunmehr drei Jahrzehnten.

Gegründet wurde WABE Deutschfreiburg am 18. April 1989 auf Initiative einiger Pflegefachfrauen. Sie hatten am Spital Tafers unhaltbare Situationen rund um Palliativpatienten feststellen und mittragen müssen. Spitälern fehlte damals noch die entsprechende Erfahrung und ihr Personal war bereits zu überlastet, um sich Palliativpatienten und ihren Angehörigen in gebührendem Masse widmen zu können. Eine Lösung musste her und diese fand sich in der Gründung der Vereinigung WABE.

Viele tausend Stunden freiwilliger Arbeit werden seither insgesamt in diesem Rahmen aufgebracht worden sein. Die Bilanz des letzten Jahres zeigt auf, dass die aktuell fast achtzig aktiven Mitglieder rund 2500 Stunden in freiwilliger Arbeit an den Krankenbetten in den Spitälern, Pflegeheimen oder zunehmend auch zu Hause bei den Patienten erbracht haben. Die meisten Begleitungen dauern eine oder zwei Nächte, manche aber auch länger.
Zudem empfängt das WABE Trauercafé jeweils am zweiten Sonntagnachmittag des Monats im Café Bijou (SSB) in Tafers trauernde Menschen. »Unseren Auftrag sehen wir darin, dafür zu sorgen, dass Menschen in einer für sie und ihre Familien schwierigen Zeit nicht alleine sind.«, erläutert der Wünnewiler Martin Vonlanthen. Er durfte just im Jubiläumsjahr turnusgemäss das Präsidium eines intakten Vereines von seiner verdienten Vorgängerin Ingrid Aebischer übernehmen.
 
Vergangenen Donnerstag feierte die Vereinigung WABE Deutschfreiburg offiziell ihr Jubiläum mit dem Einakter »Der Pyjamann« von und mit Christoph Schwager und einem anschliessenden Apero. Dazu eingeladen waren alle Aktiven und Gäste. Schwager spielt in seinem Bühnenstück sinnigerweise einen alten Mann auf dem Weg ins Altersheim, der seine Lebensstationen im alten Schaukelstuhl träumend noch einmal durchgeht und sich auf diese Weise von seiner Wohnung, nicht aber von seinem Pyjama verabschiedet.
 
Marco Perroulaz

(eingesandt)