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FC Kerzers schlägt Absteiger Ueberstorf – Zweite Mannschaft mit Remis

Der stark verjüngte FC Kerzers hat zum Saisonstart der 2. Liga gegen Absteiger Ueberstorf etwas überraschend 2:1 gewonnen. Aufgrund der Torchancen war der Sieg der siegeshungrigeren Seeländer am Ende verdient. Die zweite Mannschaft holte auswärts ein 3:3-Unentschieden.

von FC Kerzers
am
Der FC Kerzers freut sich über den Sieg gegen den Absteiger FC Ueberstorf.

Der stark verjüngte FC Kerzers hat zum Saisonstart der 2. Liga gegen Absteiger Ueberstorf etwas überraschend 2:1 gewonnen. Aufgrund der Torchancen war der Sieg der siegeshungrigeren Seeländer am Ende verdient. Die zweite Mannschaft holte auswärts ein 3:3-Unentschieden.

Eigentlich war Ueberstorf als Favorit in dieses Meisterschaftsstartspiel gestartet, die Mannschaft von Trainer Daniel Spicher erwischte gegen den keck und frech aufspielenden Gast aus Kerzers allerdings nicht ihren besten Tag. Hinten in der Dreierabwehr löchrig und vorne ohne genügend Durchschlagskraft, reichte es nicht einmal zu einem Unentschieden.

Der Abend der beiden Nummern 14

In den besten Tagen des holländischen Fussballs trug der damaliger Starstürmer Johan Cruyff die Trikotnummer 14, seither tragen auf Fussballplätzen meistens Torjäger das Trikot mit der legendären Nummer. So überzeugten auch zwei der Torschützen am Samstagabend bei besten Fussballbedingungen auf der Sportanlage Ueberstorf mit der magischen Nummer. Marc Rotzetter (29), einer der wenigen Routiniers, die bei den mit einem halben Dutzend Youngsters angetretenen Gästen aus Kerzers auf dem Platz standen, zeigte bei seinem Tor zum 1:0 und bei der Vorlage zum Siegestor des eingewechselten Marem Ajdaroski seine nach wie vor grosse individuelle Klasse. Seine besten fussballerischen Tage verbrachte der torgefährliche Center ja beim SC Düdingen in der 1. Liga, als er zusammen mit Lukas Schneuwly und Ermin Gigic den torgefährlichsten Angriff der Liga stellte. Nur wenig stand ihm an diesem Abend auf der anderen Seite Marco Fasel nach, der den zwischenzeitlichen Ausgleich mit einem Penalty erzielte und nach Kevin Portmanns Abgang die Hauptlast im Sturm der Ueberstorfer tragen muss. Neuzuzug Fabio Fürst machte bei seinem ersten Einsatz im Trikot der Blau-Weissen seine Sache auch gut, hatte bei seinen besten Versuchen aber das Pech, dass Kerzers-Goalie Nicolas Haas mit geschicktem Herauslaufen Tore verhindern konnte.
 
Vor allem im Lager des Verlierers trauerte man den Szenen eine Viertelstunde vor Schluss nach, als der offensiv geführte Match bei einem Resultat von 1:1 auf Messers Schneide stand. Bei einem Solo wurde ein Stürmer des Heimclubs im Sechzehnmeterraum angegangen, einen zweiten Penalty gab es aber nicht.

Ueberstorfs offene Abwehr

Ein paar Minuten später schlug es dann auf der Gegenseite ein. Kerzers nutzte endlich eine seiner vielen Torchancen zum Siegestreffer. Aus spitzem Winkel liess Marem Ajdaroski dem guten Gael Aebischer, der seine Mannschaft mit guten Paraden lange im Spiel hielt, keine Abwehrchance. Auch bei diesem Angriff kam die viel zu offen spielende Abwehr des letztjährigen 2.-Liga-inter-Clubs an ihre Grenzen. Mit dem Rückstand im Rücken forcierten die Sensler in der Schlussphase ihre Offensive nochmals gewaltig, der Ausgleich wollte aber nicht mehr fallen. In der langen, siebenminütigen Nachspielzeit flog ein Schuss von Fabio Fürst noch knapp am mit Mann und Maus verriegelten Tor des Siegers vorbei. Gerade in diesen Szenen zeigte sich, dass beim FC Ueberstorf zwei der letztjährigen Leistungsträger, Captain Portmann (neu SC Düdingen) und Flügelstürmer Joel Jungo (halbjährige Weltreise), eben doch etwas vermisst werden.

Die erste Mannschaft des FC Kerzers.

Nach dem Spiel sprach dann Trainer Daniel Spicher von einem verdienten Sieg des Gegners, sein Team habe ganz einfach schlecht gespielt und habe noch viel Luft nach oben. Sein Antipode Marc Flühmann war stolz auf die Mannschaftsleistung seiner jungen Truppe, jeder habe für den anderen gekämpft und am Ende sei man dafür belohnt worden.
 
Beim FC Ueberstorf ist man sich im Klaren darüber, dass man in dieser Saison vom letztjährigen Jäger eine Liga tiefer wieder zum Gejagten geworden ist. Noch ist die Saison lang und es kann vieles passieren. Für die Seeländer mit den vielen neuen und jungen Spielern ist ein gelungener Saisonstart sicher etwas wichtiger als für die Sensler, die an diesem Abend nie an ihre Leistungsgrenzen gingen und deshalb als enttäuschte Verlierer vom Platz mussten.

FC Bösingen l – FC Kerzers ll 3-3

Ebenfalls das Spiel zum Saisonauftakt spielte die zweite Mannschaft des FC Kerzers auswärts gegen den FC Bösingen. Bei warmen Temperaturen und auf einem sehr schönen Terrain starteten die Gastgeber mit mehr Spielanteilen in die Partie. Schon nach ein paar Minuten konnte jedoch der Gast mit einem schönen Konter durch Nicola Studer in Führung gehen. Einige Minuten später erlaubten sich die Gastgeber einen Fehler in den eigenen Reihen, den Stefan Nobel ausnützte und auf das 0:2 erhöhen konnte. Es ging Schlag um Schlag weiter und Bösingen verkürzte mit einer Flanke, die länger und länger wurde und schliesslich im Tor landete, auf 1:2. Die Antwort des Gastes liess nicht lange auf sich warten: Der FC Kerzers erhöhte nach einem seitlichen Freistoss, den Nicola Dick einnickte, auf 1:3. Nach der Pause war es der FC Bösingen, der die Spielführung übernahm. Mit dem Spielverlauf folgte kurz nach der Pause auch schon das 2:3. Nach 70 Minuten stand es 3:3, was dann auch das Endresultat nach einer sehr spannenden und intensiven Partie war.

Spieltelegramm Ueberstorf – Kerzers 1:2 (0:1):

Sportanlage. – 150 Zuschauer. – SR: Pedro Viera. Tore: 12. Rotzetter 0:1, 49. Fasel (Foulpenalty) 1:1, 78. Ajdaroski 1:2.
 
FC Ueberstorf: Aebischer; Schorro (60.  Schafer), Gasser, Hagi, Geissbühler; N. Sauterel (63. Zurlinden), Schumacher (63. Boillat) Spicher, Schneuwly; Fasel, Fürst.
 
FC Kerzers: Haas; Schwander, Stoll, Etter, Weber (34. Schwab); Guggisberg (73. Gonçalves), Anderegg, Fuchs, Minovski (46. Machado); Rostetter (70. Ajdaroski), Rotzetter (86. Hirschi).
 
 


Mischa Schwab, Guido Wildhaber
 
(eingesandt)