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Haute-Gruyère – Kerzers 3:3 (2:1)

Eine Halbzeit lang wurde der FC Kerzers von Haute-Gruyère im 2.-Liga-Spiel vorgeführt, am Ende reichte es den Seeländern doch zu einem verdienten Punktgewinn aufgrund der starken 2. Halbzeit. Eine intakte Moral machte das 3:3 möglich.

von FC Kerzers
am
(Symbolbild)

Eine Halbzeit lang wurde der FC Kerzers von Haute-Gruyère im 2.-Liga-Spiel vorgeführt, am Ende reichte es den Seeländern doch zu einem verdienten Punktgewinn aufgrund der starken 2. Halbzeit. Eine intakte Moral machte das 3:3 möglich.

Als Haute-Gruyère nach einer halben Stunde Spielzeit das 2:0 erzielte, musste man beim FC Kerzers einige Male leer schlucken. Die Seeländer wurden am Samstagabend in Grandvillard dermassen vorgeführt, dass einem mehr als nur Angst und Bange werden musste. Nicht nur kamen die Erinnerungen an die letzten 0:4- und 4:7-Pleiten wieder hoch, es zeichnete sich auch die nächste Kanterniederlage ab.

Kerzers versuchte zwar, dagegen zu halten, war aber kaum einmal länger als zwei Sekunden im Ballbesitz. Selbst mit noch so grossem körperlichem Einsatz war die spielerische Überlegenheit der Greyerzer nicht wettzumachen. «Haute-Gruyère hat wie von einem anderen Stern gespielt und uns richtig auseinandergenommen», zollte Kerzers-Sportchef Guido Wildhaber dem Gegner zur Pause Respekt.

Dass Kerzers zu diesem Zeitpunkt zumindest eine leise Hoffnung auf eine ehrenvolle Niederlage haben durfte, war das Verdienst von Michael Fuchs. Er hatte die Gäste nach einem Konter wenige Minuten vor der Pause auf 1:2 herangebracht.

War Haute-Gruyère zu siegessicher oder Kerzers in seiner Ehre gekränkt? Jedenfalls kamen die Gäste besser aus der Kabine und glichen schon fünf Minuten nach Wiederanpfiff durch Yves Boschung aus. Die Seeländer standen nun nicht mehr so hoch und waren dadurch im Mittelfeld kompakter, was Haute-Gruyère nicht behagte.

Kerzers erzielte auch das nächste Tor, nach einem Eckball aber auf der falschen Seite (61.). Durch diesen Lapsus liessen sich die Gäste jedoch nicht beirren. Sie drückten gegen die inzwischen entkräfteten Platzherren vehement auf den Ausgleich. Der eingewechselte, pfeilschnelle Simon Guggisberg sorgte mit seinen Vorstössen auf der rechten Seite regelmässig für Gefahr, den direkten Zug aufs Tor und die Präzision in den Abschlüssen und Pässen liess er anfangs jedoch vermissen. In der 86. Minute machte Guggisberg dann alles richtig: Nach einem erneuten Rush über rechts spielte er quer in den Sechzehner zu Marem Ajdaroski, der nur noch zum 3:3 einzuschieben brauchte. Nicht nur in dieser Situation zeigten sich die defensiven Defizite von Haute-Gruyère.

So entsprach die Punkteteilung dem Gezeigten. «Beide Teams haben eine Halbzeit dominiert», bilanzierte auch Kerzers-Trainer Marc Flühmann. Seiner Mannschaft attestierte er eine gute Moral, sei sie doch zweimal nach einem Rückstand zurückgekommen. «Nach den letzten beiden hohen Niederlagen nehmen wir den einen Zähler gerne mit nach Hause, aber eigentlich wollten wir den Sieg.»

Tore: 4. Sankara 1:0. 32. Moura 2:0. 45. Fuchs 2:1. 50. Boschung 2:2. 61. 3:2 (Eigentor). 86. Ajdaroski 3:3.