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Pflanzenschutzmittel: Positive Bilanz nach zwei Jahren Umsetzung des Freiburger Phytoplans

Zwei Jahre nach der Lancierung des Freiburger Phytoplans sind die Ergebnisse positiv. Die auf kantonaler Ebene eingeführten landwirtschaftlichen und nicht-landwirtschaftlichen Massnahmen haben dazu beigetragen, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren, teilte der Kanton Freiburg am 17. Juni mit.

von Kanton Freiburg
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Zwei Jahre nach der Lancierung des Freiburger Phytoplans sind die Ergebnisse positiv. Die auf kantonaler Ebene eingeführten landwirtschaftlichen und nicht-landwirtschaftlichen Massnahmen haben dazu beigetragen, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren, teilte der Kanton Freiburg am 17. Juni mit.

Die Anstrengungen aller von diesem Plan betroffenen Akteure und Akteurinnen zur Verringerung der Risiken durch Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft und im nichtlandwirtschaftlichen Sektor bei gleichzeitiger Verbesserung der Wasserqualität des Kantons zahlen sich aus. Die erzielten Ergebnisse zeigen, dass die Landwirte und Landwirtinnen die vorgeschlagenen Massnahmen aktiv angenommen und die ihnen zur Verfügung gestellten Mittel genutzt haben. Was die Hobbygärtner und Gemeindeangestellten betrifft, so wurden sie für die Verwendung und Entsorgung dieser Produkte sensibilisiert.

Landwirtschaftliche Massnahmen
Um die Praktiken zu optimieren und die Risiken im Zusammenhang mit Pflanzenschutzmitteln zu verringern, hat Grangeneuve seine Beratungsaktivitäten in diesem Bereich verstärkt. Finanzielle Anreize durch direkte Subventionen und einfache Verwaltungsverfahren ermöglichten die Erneuerung von Ausrüstungen, die Gestaltung von Parzellen und die Änderung von Praktiken im Pflanzenschutz.

Gewässserschutz forcieren
Verschiedene vorrangige Massnahmen zielen direkt auf den Schutz von Gewässern ab. Bei den Oberflächengewässern bewerten Pilotprojekte in landwirtschaftlichen Einzugsgebieten die Emissionen von Pflanzenschutzmitteln mithilfe automatischer Probennehmer. Die ersten Analyseergebnisse helfen, die praktischen Einschränkungen der Landwirte und ihren Beratungsbedarf zu verstehen. Auf dieser Grundlage werden Massnahmen umgesetzt und ihre Wirksamkeit kann beurteilt werden. Um die Versorgung mit sauberem Trinkwasser zu gewährleisten, wurden neue Projekte zur Bekämpfung von Pestiziden im Grundwasser gestartet und Analysekampagnen durchgeführt.

Landwirte haben ihre Hausaufgaben gemacht ...
Die Feldkontrollen wurden intensiviert. 94 Prozent der Kulturproben entsprachen den Bedingungen für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Die verbleibenden Nichtkonformitäten sind hauptsächlich administrativer Art. Diese Ergebnisse sind äusserst positiv und zeigen, dass die Landwirtschaft bereits die notwendigen Massnahmen in diesem Kampf ergriffen hat.

... und die Privathaushalte und Gemeinden?
Es wurden mehrere Informations- und Sensibilisierungskampagnen für eine chemiefreie Gartenbewirtschaftung durchgeführt, insbesondere in sozialen Netzwerken. Tutorials "Die Natur im Dienste des Gartens" wurden online gestellt. In einem Artikel werden Tipps und Tricks zur Gartenpflege ohne Pflanzenschutzmittel und ohne chemische Düngemittel vorgestellt. Es wurden acht Kurse für Hobbygärtner/innen organisiert.

Im Anschluss an die Umfrage, die durchgeführt wurde, um die Bedürfnisse der Gemeinden zu ermitteln, wurden mehrere Kurse für Gemeindeangestellte zum Thema differenzierte und nachhaltige Grünflächenpflege organisiert. Mehr als 30 Gemeinden nahmen daran teil.

Wie geht es weiter?
Die Bemühungen in den Bereichen Kommunikation und Weiterbildung müssen bei Fachleuten, Privatpersonen und Institutionen fortgesetzt werden. Nach den erfolgreichen Informationskampagnen in den Jahren 2022 und 2023 plant das Amt für Umwelt neue Kurse für Hobbygärtnerinnen und -gärtner zu lancieren und weiterhin Ratschläge über soziale Netzwerke zu verbreiten. Im Bereich der Landwirtschaft sind Anpassungen der Beratungsleistungen geplant, insbesondere durch eine Optimierung der Kommunikation über eine bessere Nutzung digitaler Tools.