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Der regionale Richtplan geht in die nächste Runde

Der Verband der Gemeinden des Seebezirks nimmt die Anpassung seines regionalen Richtplans an.

von unsereRegion
am
Die Stadt Murten aus der Vogelperspektive (c) see-lac.ch

Der Verband der Gemeinden des Seebezirks nimmt die Anpassung seines regionalen Richtplans an.

Die Delegiertenversammlung des Verbandes der Gemeinden des Seebezirks hat am 11. Mai 2023 die Anpassung des regionalen Richtplans (regRP) angenommen. Dabei handelt es sich um den Abschluss einer mehrjährigen Arbeit zur Präzisierung der raumplanerischen Prioritäten im Seebezirk. Die nächste und letzte Etappe ist die Schlussprüfung des Dossiers durch die kantonalen Dienststellen und die anschliessende Genehmigung durch die Direktion für Raumentwicklung, Infrastruktur, Mobilität und Umwelt.

Enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden

Als Vorreiterin in diesem Bereich verfügte die Region bereits seit 1992 über einen genehmigten Richtplan. Die ab 2005 erarbeitete Gesamtrevision des regionalen Richtplans wurde 2015 durch den Staatsrat genehmigt. Aufgrund der neuen Rahmenbedingungen, die durch den kantonalen Richtplan vorgegeben wurden, musste der regRP nur vier Jahre nach seiner Inkraftsetzung in Übereinstimmung gebracht werden. Die Aktualisierung konzentrierte sich vor allem auf die Themen Siedlungsentwicklung, Arbeitszonen, Seeufer und Tourismus. Diese Arbeiten erfolgten in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden des Bezirks durch eine Reihe von partizipativen Schritten in Form von Fragebögen, einem Workshop, verschiedenen Sitzungen und Konsultationsverfahren.

Strategische Arbeitszone Löwenberg

Zu den Schlüsselelementen dieser Anpassung gehört die Abgrenzung der künftigen Bauzonen, die sich auf die Achsen des öffentlichen Verkehrs im Bezirk stützt und neue Perspektiven für bestimmte regionale und kommunale Projekte eröffnet. Auf wirtschaftlicher Ebene fördert der regRP eine ausgewogene Entwicklung durch die Festlegung von sechs regionalen Arbeitszonen, welche die kantonalen Zonen Löwenberg und Kerzers ergänzen und einen erheblichen Teil der neuen Unternehmen des Bezirks aufnehmen sowie die Weiterentwicklung ansässiger Unternehmen begünstigen werden.Tourismus und Naturschutz

In Koordination mit dem Saane- und dem Sensebezirk definiert der regRP ein Konzept für die Neugestaltung der Ufer des Schiffenensees, um den Schutz der natürlichen Lebensräume besser mit der touristischen Nutzung und dem Wohnen am See in Einklang zu bringen. Schliesslich schafft der regRP den Rahmen für die Ansiedlung von grossen bis mittelgrossen touristischen Einrichtungen, um Synergien mit dem bestehenden Angebot zu ermöglichen und die Belastungen für die Bevölkerung zu minimieren. Zudem werden neue Verbindungen für den Langsamverkehr vorgeschlagen, um die Attraktivität und Sicherheit der bestehenden Netze zu verbessern.

Der Ball liegt beim Kanton

Der regRP sieht einen regelmässigen Aktualisierungsprozess vor, um alle Massnahmen weiterzuentwickeln und auch neue Themen wie die Landwirtschaft zu integrieren. Die Region und die Gemeinden arbeiten insbesondere über ihre lokalen Planungen bereits an der Umsetzung einiger Massnahmen. Nun liegt der Ball beim Kanton. Die Region hofft, dass sie auf das Engagement der kantonalen Dienststellen zählen kann, um die positive Dynamik und das hohe Arbeitstempo beizubehalten.