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Murten und Umgebung /Leserbrief
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Pfingsten auf der Pantschau und das Littering

Am Dienstag nach Pfingsten ging ich joggen und habe die Abfallberge rund um die Abfallkübel auf der Wiese liegen sehen und war schockiert. Auch aus den Berichten von anderen Ausflugsregionen am Pfingstwochenende war zu vernehmen, dass die Besuchermassen ihren Abfall in die Natur geworfen haben («Bäche wurden zugemüllt» – nur einer von vielen anderen Berichten). Eine Situation, die alle natur- und umweltliebenden Menschen nicht zulassen dürfen, zu denen ich mich zähle.
 
Deshalb teile ich die Meinung des Redakteurs des Murtenbieters nicht, der im Artikel «Das Leben an der Pantschau ist zurück» im Murtenbieter vom 03.06.2020 geschrieben hat, dass die «Problematik des zurückgelassenen Abfalls im Bewusstsein vieler etwas in den Schatten des Coronavirus» gerückt zu sein scheint. Zum einen ist das eine die Situation verharmlosende Bestandsaufnahme und zum anderen besteht das Litteringproblem nicht erst seit Corona. Es ist ein seit Jahrzehnten bestehendes Problem, nicht nur in der Schweiz.
 
Im Januar 2020 wurden an mehreren Orten in Murten Plakate zum Thema Littering aufgestellt unter dem Titel «Man muss kein/e Meister/in sein, um seinen Abfall richtig zu entsorgen». Mit diesem Plakat wird darauf aufmerksam gemacht, dass der Staatsrat des Kantons Freiburg am 10.12.2019 die Verordnung zur Änderung des Reglements über die Abfallwirtschaft angenommen hat und diese am 1.1.2020 in Kraft getreten ist und besagt, dass die Gemeinden Littering-Vergehen mit Ordnungsbussen ahnden dürfen. Die Gemeinde Murten hat somit ein Instrument in der Hand, um gegen das Littering vorzugehen, muss sich jedoch sinnvolle Massnahmen überlegen, es wirkungsvoll umzusetzen. Kein einfaches Unterfangen, weshalb ich gespannt bin, was sich Herr Bruno Bandi diesbezüglich überlegen wird.
 
Bei der Gelegenheit möchte ich der Leserbrief-Verfasserin, Frau Gehrig, im Murtenbieter des 05.06.2020, der übrigens am Internationalen Umwelttag erschienen ist, vollumfänglich zustimmen. Mit ihren schlüssigen Vorschlägen zeigt sie der Gemeinde auf, wie sie mit dem Besucherandrang an den sonnigen Wochenenden umgehen könnte.
 
 
Kathrin Aebi, Murten