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Versteckte Kleidersammlung mit Potential

Seit einem Jahr betreibt Christin Sommer in Murten eine Kleidersammelstelle. Über 4000 Liter Kleidung konnte die 40-Jährige in ihrem ersten Jahr bereits in den Osten schicken. Sie ist zufrieden, betont aber auch, dass das Potential noch gross sei.

von Joel Rathgeb
am
Christin Sommer setzt sich mit ihrer Kleidersammlung für benachteiligte Menschen im Osten ein. Oberhalb dieser Treppe befindet sich ihr Kleiderlager.

Seit einem Jahr betreibt Christin Sommer in Murten eine Kleidersammelstelle. Über 4000 Liter Kleidung konnte die 40-Jährige in ihrem ersten Jahr bereits in den Osten schicken. Sie ist zufrieden, betont aber auch, dass das Potential noch gross sei.

60 Säcke à 60 Liter sowie 15 Kartons voll mit Kleidern – So viel ging dank der Murtnerin Christin Sommer letztes Jahr nach Russland, Osteuropa und Zentralasien. Sie gehört zur Schweizer Organisation «Licht im Osten», die mit über 30 Sammelstellen schweizweit Sport- und Freizeitkleidung, aber auch Spielwaren, Velos, Betten, Schulmaterial und diverse medizinische Hilfsmittel sammelt. Einmal pro Jahr kommt ein LKW vorbei, der das gesammelte Material nach Frauenfeld fährt. Dort wird es sortiert und danach direkt in die bedürftigen Länder transportiert. Diese Transparenz sei Christin Sommer wichtig: «Ich will genau wissen, wo die Spenden hinkommen.» Deshalb sei sie auch schon selbst in die unterstützten Länder gereist und habe den bedürftigen Menschen die Kleider verteilt.

Flexible Sammelstelle in Murten

Die Sammelstelle, die auf einem unscheinbaren Bauernhof an der Muntelierstrasse 10, direkt neben dem Mondosport, liegt, hat jeweils Montags zwischen 9 und 10 Uhr geöffnet. Doch Christin Sommer ist flexibel: «Man kann mich fast immer anrufen und die Waren vorbeibringen», präzisiert sie. Sollte sie mal keine Zeit haben, kann man die Spenden auch unkompliziert auf der grünen Bank vor dem Bauernhof abstellen.

Sommer sei wichtig, dass die Leute in der Region auch über die Möglichkeiten Bescheid wissen. «Besonders Organisationen wie Altersheime oder Sportclubs, die zum Teil grössere Mengen an Kleidern haben, will ich vermehrt ansprechen.» Dort bestehe noch viel Potential für Spenden. Angesprochen auf die Frage, was sie motiviert, findet Christin Sommer klare Worte: «Ich war mehrmals in Moldawien. Mich hat es erschüttert und beschäftigt, wie die Leute in diesen Ländern leben müssen. Wenn diese Menschen Waren von uns bekommen, ist die Freude über jedes einzelne Geschenk gigantisch. Das ist doch wunderbar!»

Haben Sie selber Sport- und Freizeitkleidung, Spielwaren, Velos, Betten, Schulmaterial oder medizinische Hilfsmittel, die Sie nicht mehr brauchen? Nehmen Sie unkompliziert Kontakt mit Christin Sommer unter oder 079 229 03 97 auf!