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Kultur /Kolumne
Karin Ledermann

Murtens IdealistInnen – Stein, Holz, Metall und tönerne Köpfchen

HandwerkerInnen, VerkäuferInnen, MacherInnen - IdealistInnen. Männer und Frauen, die es wagen, ihren Traum vom eigenen Geschäft zu verwirklichen, die ihre Leidenschaft zum Beruf machen. Möchten Sie ein paar von ihnen kennenlernen?

HandwerkerInnen, VerkäuferInnen, MacherInnen - IdealistInnen. Männer und Frauen, die es wagen, ihren Traum vom eigenen Geschäft zu verwirklichen, die ihre Leidenschaft zum Beruf machen. Möchten Sie ein paar von ihnen kennenlernen?

Heute stelle ich Ihnen Frank Schröder vor. Seine Skulpturen waren kürzlich an der Art-Mix zu sehen; ich war begeistert und neugierig, mehr über diesen Mann und seine Werke aus Holz, Stein, Altmetall und Tonköpfen zu erfahren. Der gebürtige Deutsche, gelernter Biotechniker, lebt seit 1974 in der Schweiz. Kunst, so erzählte er mir, habe ihn immer interessiert, er selbst jedoch wurde erst vor ein paar Jahren zum Künstler.

Am Anfang war der Stein – und dann kam Holz (Schwemm- und Altholz) hinzu, Metall (vom Alteisenhändler) und seit etwa zwei Jahren die Tonköpfe, die seine Partnerin gestaltet. Auch sie hat ihre Kunstfertigkeiten erst recht spät im Leben entdeckt. Holz und Stein findet der Künstler (oder finden den Künstler), wenn er zu Fuss, mit Rad oder Kajak unterwegs ist. Auch Freunde schenken ihm ab und zu einen besonders schönen Stein oder ein Stück Holz.

Es sind fantasievolle, teils filigrane, teils kraftstrotzende, lustige, harmonische Werke, die unter Franks Händen zum Leben erwachen und uns ihre Geschichten erzählen. In Franks Haus und Garten laden Tonfiguren, Köpfe, Holzskulpturen und Steine zum Staunen, Schmunzeln und Bewundern ein. Frank weiss von jedem Stein, wo er ihn gefunden hat und kennt die Holzarten sämtlicher Werke.

Wenn er von seinen Skulpturen erzählt, ist ihm die Begeisterung anzusehen, er liebt es, zu entdecken, was sich im Holz zeigt und es ins rechte Licht zu rücken. Wie es in der Natur kreativer Köpfe liegt, versucht auch Frank gerne Neues, seit Kurzem arbeitet er mit der Kettensäge; es entstehen zackige Konturen, kantige Formen und zuweilen ziert ein fein gearbeitetes Tonköpfchen das Werk. Ich finde grossartig, entdeckten Frank und seine Partnerin ihr gestalterisches Geschick und es ist eine wunderbare Fügung, ergänzen sie sich darüber hinaus in ihrer Arbeit.

Einige von Franks Werken sind an der permanenten Ausstellung bei DentaCare Murten (dentacaremurten.ch) zu sehen.

Hier gehts zum letzten Beitrag dieser Kolumne: Zwischen Sehnsucht und Erfüllung