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Dramaturgie, Natur und Moderne – Die Wechselausstellung «Ästhetische Erwärmung» von Jean-Pierre Humbert

Die erste Wechselausstellung dieses Jahres im Museum Murten zeigt die Werke des Freiburger Künstlers und Galleristen Jean-Pierre Humbert. Die vielfältige Ausstellung umfasst ländliche Umgebungen, Stadtlandschaften, dramatisch inszenierte Menschenporträts und die Natur. In einigen Werken kombiniert Humbert diese Themen gekonnt.

von Joel Rathgeb
am
Jean-Pierre Humbert gibt leidenschaftlich Auskunft über seine Werke, die anlässlich der Wechselausstellung "Ästhetische Erwärmung" im Museum Murten ausgestellt sind.

Die erste Wechselausstellung dieses Jahres im Museum Murten zeigt die Werke des Freiburger Künstlers und Galleristen Jean-Pierre Humbert. Die vielfältige Ausstellung umfasst ländliche Umgebungen, Stadtlandschaften, dramatisch inszenierte Menschenporträts und die Natur. In einigen Werken kombiniert Humbert diese Themen gekonnt.

Gemächlich geht er durch das Murtner Museum. Es gibt kein Werk, zu dem er nicht einige Worte zu verlieren hätte. Man merkt direkt: Jean-Pierre Humbert ist Künstler mit Leidenschaft. Der erste Kontakt zwischen dem heute 72-Jährigen und dem Museumsdirektor Ivan Mariano fand vor zwei Jahren statt. Damals kam eine Ausstellung nicht in Frage, denn der Freiburger Künstler und Gallerist arbeitete an seinem Buch «AnaCHRONIQUES», welches er letzten Herbst fertigstellte. Auf die Frage, wieso er seine Werke in Murten ausstellt, antwortet er mit einem Schmunzeln: «Ich hatte keine Wahl, meine Frau bestand darauf. Sie liebt Murten!»

Die Ausstellung zeigt verschiedene Techniken und Stile. Diese Vielfalt zeichnet Jean-Pierre Humbert aus. «Es ist eine Gratwanderung, verschiedene Kunststile zu praktizieren und trotzdem eine klare eigene Handschrift in die Werke zu bringen», bringt es der Museumsdirektor auf den Punkt. Humbert ist dies definitiv gelungen. In einigen Werken vermischt er gekonnt die Natur und die Moderne. Vielleicht will er damit zeigen, dass auch in unserer modernen, dynamischen Welt beides aneinander vorbeigeht? Eine richtige Interpretation seiner Werke gäbe es nicht, so der Künstler. «Ich rate dem Betrachter, sich zuerst das Werk anzuschauen und erst dann dessen Titel zu lesen». Liest man nämlich zuerst den Titel, ist man voreingenommen und interpretiert das Werk eher so, wie es der Künstler tat.
 
Die Ausstellung kann vom 17. März bis zum 31. Mai 2019 im Museum Murten besucht werden. Weitere Werke stellt Jean-Pierre Humbert in der eigenen Atelier-Galerie Contraste aus. Weitere Informationen und Werke finden Sie unter jphumbert.ch.