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Kultur /Kolumne
Alexander Schroeter

Winterzeit - Zeit der Feste: Papst Silvester I.

«Am Silvesterabend», so myswitzerland.com, «knallen nicht nur die Korken. Das Jahresende wird vielerorts mit lauten Umzügen, krachendem Feuerwerk, Trommeln, Schellen, knallenden Peitschen und vermummten Gestalten begangen. Auf diese Weise sollen nach alter Tradition in der Silvesternacht böse Dämonen und Geister abgewehrt werden.»

«Am Silvesterabend», so myswitzerland.com, «knallen nicht nur die Korken. Das Jahresende wird vielerorts mit lauten Umzügen, krachendem Feuerwerk, Trommeln, Schellen, knallenden Peitschen und vermummten Gestalten begangen. Auf diese Weise sollen nach alter Tradition in der Silvesternacht böse Dämonen und Geister abgewehrt werden.»

Seinen Namen hat der Silvestertag von einem Papst des 4. Jahrhunderts. Silvester war Zeitgenosse von Kaiser Konstantin, der das Christentum zur römischen Staatsreligion erhob. Zu den Taten Silvesters gehört unter anderem die Erbauung der ersten Peterskirche über dem Grab des Apostels Petrus. Auch wurde während seiner Amtszeit in Nicäa das erste ökumenische Konzil abgehalten. Silvesters Todestag war der 31. Dezember 335.

All die Bräuche, die sich um den 31. Dezember ansiedelten, haben aber kaum einen Bezug zum Leben des Heiligen und sind zum Teil erst im Mittelalter oder in der frühen Neuzeit entstanden – wie etwa das Silvester-Chlausen im Appenzell Ausserrhoden, das mancherorts sowohl am 31. Dezember als auch am 13. Januar – dem Neujahr nach julianischem Kalender – praktiziert wird.

Nach dem zum Teil lärmigen Austreiben des alten Jahres, beginnt mit dem 1. Januar das neue – übrigens bereits zu römischer Zeit Start des Verwaltungsjahres, während das Kalenderjahr zwei Monate später beginnt. Der Monat hat seinen Namen von einem der ältesten römischen Götter und zudem von einem, der ausschliesslich römisch ist: Janus, die zwei-gesichtige Lichtgestalt, die gleichzeitig Rückschau hält und in die Zukunft blickt.

Und heute um Mitternacht beginnt es also, das neue Jahr – aber halt: Wie ist das genau mit diesen Jahren und Jahresanfängen? Weshalb soll gerade der Dezember, der heute zu Ende geht, also der zehnte Monat (Dezember von lateinisch decimus = zehnter) der letzte des Jahres sein? Dazu mehr im nächsten Artikel.

Hier gehts zur Einführung der Artikelserie: Winterzeit – Zeit der Feste: Mal gruslig, mal lichterfüllt

(Bildquelle: wikipedia.org)