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Die Kino Murten-Familie feierte den zwanzigsten Geburtstag ihres «le cinéma»

In Anwesenheit aller Gründungsmitglieder, zahlreicher geladener Gäste und standesgemäss umrahmt mit der Vorpremiere eines Kinofilmes, feierte das Kino Murten am Samstagabend seinen zwanzigsten Geburtstag.

von Guido Kaufmann
am

In Anwesenheit aller Gründungsmitglieder, zahlreicher geladener Gäste und standesgemäss umrahmt mit der Vorpremiere eines Kinofilmes, feierte das Kino Murten am Samstagabend seinen zwanzigsten Geburtstag.

Der Geschäftsführer des Kinos, Dario Brosi, sagte in seinen Begrüssungsworten an die Festgesellschaft, dass das Kino vom Herzblut der Mitarbeitenden lebe und dieses Herzblut nun auch in die Organisation des freudigen Jubiläums eingeflossen sei. Die Festivitäten starteten bereits am Donnerstagabend und dauern noch bis heute Abend, wo Filmfreunde als Dank für ihre Treue zum «le cinéma» für einmal gratis ins Kino dürfen (unsereRegion berichtete: Kino Murten feiert Jubiläum mit Verlosung und Gratisvorstellungen).

Die Auswahl des eigentlichen «Geburtstagsfilms», der dann am Samstagabend den Geladenen gezeigt wurde, sei bei dem Film-affinen Publikum gar nicht so einfach gewesen, erläuterte die für das Programm des Kinos Murten zuständige Anne Mathys gegenüber unsereRegion. Schliesslich gelang es ihr, als Vorpremiere, den am kommenden Donnerstag in den Schweizer Kinos startendenden Film «Stürm: Bis wir tot sind oder frei» über den Ausbrecherkönig Walter Stürm auf die Leinwand in Murten zu bringen. Dieser vermochte mit einer hervorragend spielenden Marie Leuenberger («Die göttliche Ordnung») und dem Jungstar Joel Basman («Wolkenbruch») das Publikum denn auch zu begeistern.

Das Kino Murten wurde 2001 – nach fünfzehn kinolosen Jahren – durch die Gründungsmitglieder Jan und Anita Fahrni, Thomas Bachmann und Iris Zahnd wiederbelebt. Klein und fein, mit 72 Plätzen, hat das Kino den Anspruch, «als Kinobetrieb auf der französisch-deutschen Sprachgrenze, ein qualitativ hochstehendes Angebot an Filmen in Original-Version zu zeigen». Die zwanzig Jahre verliefen jedoch nicht immer ganz problemlos und waren immer wieder geprägt von «finanziellen Stolpersteinen», die es zu überwinden galt. So waren «zwei Kapitalerhöhungen und eine Sanierung notwendig», wie Alexander Hayoz, Verwaltungsratspräsident der "le cinéma  FEUERWEHRMAGZIN N° 1" AG in seinem Rückblick erläuterte. Nach zwanzig Jahren sei jedoch nun auch das Kino Murten langsam erwachsen und mache sich Gedanken, wie die nächsten zwanzig Jahre aussehen würden. «Staus Quo oder Revolution ist für uns keine Option», liess er mit Ausblick auf die im neuen Jahr anstehende Klausur zur Zukunft des Kinos Murten durchblicken. Man darf gespannt sein…

Eines war an diesem Abend jedoch für die geladenen Gäste offensichtlich: Das Kino Murten ist nicht bloss ein Unternehmen, sondern eher eine grosse Familie, die - über mehrere Generationen hinweg - perfekt eingespielt ist, einen tollen menschlichen Zusammenhalt hat und - wie bewiesen - auch schwierige Zeiten zusammen immer wieder gut meistern kann. Dass nach dem für die Kinobranche zusätzlich schwierigen Corona-Jahr das Jubiläum nun mit einem so gelungen Fest begangen werden konnte, war dem Team mehr als zu gönnen.