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Begeistertes Publikum am ersten Abend der Abschlussgala

Pianistin Beatrice Berrut, Dirigent Kaspar Zehnder und das English Chamber Orchestra konnten zusammen am ersten Abend der Abschlussgala, dem 31. August 2019, das Publikum begeistern.

von Joel Rathgeb
am
Der erste Abend der Abschlussgala war ein voller Erfolg.

Pianistin Beatrice Berrut, Dirigent Kaspar Zehnder und das English Chamber Orchestra konnten zusammen am ersten Abend der Abschlussgala, dem 31. August 2019, das Publikum begeistern.

"Der heutige Abend ist qualitativ eines der grössten Highlights der letzten Jahre", sagte die Direktorin Jacqueline Keller in der Pause. Auch die meisten Zuschauer bemerkten die Finesse des 40-köpfigen Orchesters - sie schauten hochgespannt von der Tribüne in den Schlosshof. Sogar die Dohlen, die ihr Zuhause im Schlossturm haben, applaudierten dem Stück von Johannes Brahms mit schrillem Geschrei, wenn auch ein bisschen zu früh. Doch nicht mal dies vermochte die Zuschauer abzulenken. Die mal kürzeren, mal längeren Klavierabschnitte der erst 34-jährigen Beatrice Berrut brachten eine angenehme Abwechslung in das Stück. Man sah ihr die Leidenschaft für dieses Instrument und die klassische Musik von Weitem an. Mal fein, mal stark spielten ihre flinken Finger die Tasten des Bösendorfer Flügels – ihre Hände waren manchmal vor Geschwindigkeit kaum zu sehen. So verging die erste Hälfte des Abends wie im Flug.

Die Pause lässt sich im Lindensaal gut geniessen. Wer sich mit einem Champagner oder Bier erfrischen will, hat die Chance dazu. Nach gut 25 Minuten läutet ein Glöckchen, was jeweils das Zeichen für den Beginn der zweiten Hälfte des Konzerts ist. Nun stand Felix Mendelssohn auf dem Programm. Natürlich waren der Flügel und Beatrice Berrut verschwunden, doch dies nicht ohne einen grossen Applaus vor der Pause. Das English Chamber Orchestra aus London spielte auch in der zweiten Hälfte hervorragend. Sogar die leisesten Teile des Stücks – und die sind wirklich leise –, hörte man klar. Genau aus diesem Grund wurde ein Teil der Strasse Ryf, die neben dem Museum durchführt, gesperrt. Kaspar Zehnder, der Dirigent und künstlerische Leiter, führte das Orchester mit Bravour durch die langsamen und schnellen Teile des Stücks. Auch ihm war anzusehen, dass er seinen Job mit Leidenschaft macht.

Bei Murten Classics ist die Musik der CEO.

„Bei Murten Classics ist die Musik der CEO“, so beschreibt Jacqueline Keller die Kraft der Klänge am Murten Classics. Am Ende des Stücks, wie auch schon vor der Pause, schritt Zehnder mit grossen Schritten die Treppe rauf und verschwand in der Tür. Kurz darauf kam er zurück und zeigte einzelnen Teilen des Orchesters mit klaren Gesten, dass sie für den tosenden Applaus von den Rängen aufstehen sollen. So verabschiedet sich ein stolzes Orchester!