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Doppelte Sonnenfinsternis im Restaurant Eintracht

Wer die Sonnenfinsternis anfangs April verpasst hat, braucht sich nicht zu sorgen. Am Tisch 13 und 14 im Restaurant Eintracht kann man das ganze Jahr über die Sonnenfinsternis geniessen.

von Rainer Menning
am

Wer die Sonnenfinsternis anfangs April verpasst hat, braucht sich nicht zu sorgen. Am Tisch 13 und 14 im Restaurant Eintracht kann man das ganze Jahr über die Sonnenfinsternis geniessen.

Vor knapp einem Jahr hat das Restaurant Eintracht in Murten seine Türen wieder geöffnet. Das Murtner Gastronomie-Trio Reto Cotting, Marco Plaen und Martin Zbinden haben dem ehemaligen Gifthüttli eine neue Ausrichtung und ein neues Gesicht gegeben.

Wir haben mit Reto Cotting über das erste Jahr gesprochen.

Wie seid ihr zufrieden mit dem Verlauf der ersten Monate?

Wir sind mit dem Verlauf zufrieden. Wir wussten, dass niemand auf uns gewartet hat und mussten uns zuerst etablieren. Der Winter hat uns gezeigt, dass immer mehr Menschen zu schätzen wissen, was wir tun und für was wir stehen. Wir haben uns eine neue Stammkundschaft erarbeitet und freuen uns auf Alle, die in Zukunft noch dazu kommen – und vor allem freuen wir uns jetzt auf den Sommer.

Wie haben die Leute die neue Eintracht aufgenommen?
Sehr unterschiedlich. Wir wollten zeigen, dass frisches und saisonales Essen nicht teuer sein muss. Um die Kosten im Griff zu haben, entschieden wir uns für ein etwas «urbanes» Half-Service-Konzept: der Gast bestellt und bezahlt direkt am Tresen und nimmt die Getränke zurück an den Tisch. Ab da läuft alles ganz normal: das Essen wird serviert und der Tisch am Ende abgeräumt. Soweit die Theorie. Die lokale Bevölkerung hat dieses Konzept nicht goutiert und wir haben dann zwei Monate nach Start auf «normalen» Service umgestellt.

Man kann nicht allen gerecht werden, oder?
Es war wie immer: viele Leute haben sich wahnsinnig über unser Angebot gefreut, andere trauerten dem verdienten Erbe der Familie Ramseier nach. Wichtig für uns war und ist die lokale Bevölkerung: wir sind Beiz, Restaurant und leidenschaftliche Gastgeber und haben nach den ersten Erfahrungen mit dem Half-Service-Konzept rasch reagiert und dieses den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung angepasst; nicht jedoch den Inhalt, das Produkt.

Es gab bereits eine Konzeptänderung, habt ihr jetzt die Formel gefunden?
Eigentlich hatten wir diese von Anfang an. Obwohl wir das Servicekonzept wie bereits erwähnt umgestellt haben, sind wir uns immer treu geblieben: Grundidee war nicht die Frage, was wir kochen, sondern wie wir kochen. Wir kochen eine ehrliche Küche, ohne viel Firlefanz, dafür frisch, natürlich und saisonal. Bei uns ist alles hausgemacht, die Karte übersichtlich, das kleine Team liebt, was es tut, das Ambiente ist attraktiv und die Preise fair. Kurz: ein tolles Preis-Leistungsverhältnis! Einzig das Half-Service-Konzept hat viele vor den Kopf gestossen – da haben wir wohl die Urbanität Murtens ein bisschen überschätzt (schmunzelt). Als wir aber merkten, dass wir unserer Ursprungsidee auch mit Service am Tisch treu bleiben können – die Wege in der Eintracht sind kurz – haben wir sofort reagiert und das Servicekonzept angepasst.

Habt ihr neue Projekte im Köcher?
Schon, aber aktuell ist noch nichts spruchreif.