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Handwerksberufe - Was macht den Friseurberuf so interessant?

von Marianne Oppliger
am

Vor einer  goldenen Wand mit geschmackvoll eingerichtetem Interieur empfängt mich die Geschäftsinhaberin Eveline Pellegrini. Seit 24 Jahren arbeitet Eveline hier in diesem Friseurgeschäft am Wilerweg 26 in Murten, früher als Mitarbeiterin von Murielle Zürcher, dann als Geschäftspartnerin und seit dem 1.Juli 2017 als alleinige Inhaberin. Die 3-jährige Ausbildung habe sie im Kleinwalsertal in Österreich  absolviert, wo sie dann auch zwei Gesellenjahre angehängt hatte. Später in Dornbirn kam noch die Meisterprüfung hinzu.

Mit dem Älterwerden sind die Gespräche mit den Kunden tiefer geworden

Das Haareschneiden und das Beste aus jedem Kunden herausholen gefällt Eveline Pellegrini am besten, so wie der Name des Geschäftes „Die Haarschneiderin“ erahnen lässt! Menschen gerne zu haben und ein offenes Ohr für sie zu haben, sei eine Grundvoraussetzung in diesem Beruf, nebst dem fachlichen Können, was natürlich der wichtigste Aspekt sei. Sich immer wieder auf Neues einlassen zu können sei spannend und anstrengend zugleich. Menschen schöner aus dem Salon zu entlassen, als sie reingekommen sind, sei sehr befriedigend an ihrer Arbeit. Mit dem Älterwerden seien die Gespräche mit den Kunden tiefer geworden. Auch Männer redeten gerne auf dem Coiffurestuhl, was Eveline als sehr schöne Entwicklung in ihrem Beruf sieht und anerkennt. Manchmal sei es schwierig, den Wunsch der Kundschaft zu verstehen und umzusetzen, da diese Sprache nicht dieselbe sei, wie die des Fachmanns bzw. der Fachfrau. Man müsse manchmal fast Hellseher sein, wenn der Kunde nicht ausdrücken könne, wie er seine Haare haben möchte. Einfühlungsvermögen und ein Gespür für jedes Anliegen sind da immer angebracht.